Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
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Sommersemester 2014
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Einführung / Schlüsselqualifikationen - Philosophie - Einleitung in die Heilige Schrift - Exegese des Alten Testaments - Exegese des Neuen Testaments - Kirchengeschichte - Fundamentaltheologie - Dogmatik - Moraltheologie - Christliche Gesellschaftsethik - Pastoraltheologie - Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik - Pastoralpsychologie und Spiritualität - Homiletik - Liturgiewissenschaft - Kirchenrecht - Humanwissenschaften - Griechisch - Latein - Hebräisch - Aramäisch - Syrisch - Arabisch - Sanskrit - Italienisch - Spanisch - Französisch - Deutsch
| Einführung / Schlüsselqualifikationen | 01 Einführung in das Studium der Philosophie Klinkosch |
Ü G P0 2st - 3 LP Mi 16.15 - 17.45 |
| Die Übung dient der Einführung in grundlegende Fertigkeiten und Arbeitsweisen im Philosophiestudium. |
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| Literatur | Wird in der Übung angegeben. | ||
| Leistungsnachweis | Durch aktive Teilnahme, ein Referat und das Lösen von Aufgaben kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden. | ||
| Besondere Hinweise | - Erste Sitzung am 30.04. - Bibliotheksführung in der Sitzung vom 07.05., Treffpunkt vor der Bibliothek. - Einführung in den OPAC in der Sitzung vom 14.05., Raum: S1 |
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| 03 Rhetorik des Gesprächs (Rhetorik II) → Anmeldung bitte bis 02.05.2014 per E-Mail an haag-benjamin@web.de Haag |
Ü P0 2st - 2 LP Fr 09.05.2014, 14.00 - 19.00 Sa 10.05.2014, 09.30 - 18.00 Fr 25.05.2014, 14.00 - 19.00 Sa 24.05.2014, 09.30 - 18.00 |
| Ziele dieses Seminars sind - die Erweiterung eigener Gesprächskompetenzen (Verständlichkeit, strukturiertes Argumentieren, analytisches Zuhören, erkundendes Fragen, strukturiertes Moderieren) in unterschiedlichen Gesprächsformen (Klärungsgespräch; Pro-Contra-Diskussion; Debatte); - das Wissen um Elemente, Typen und Strukturen emanzipativer Argumentation sowie deren Anwendung in verschiedenen kommunikativen Kontexten, - die Belebung einer Gesprächskultur, die rhetorisches "Klären" und "Streiten" als notwendige Schlüsselkompetenzen in Wissenschaft und Gesellschaft versteht. Schwerpunkte: - Funktionen, Elemente und Formen von Argumentation im Gespräch; - aktives und analytisches Zuhören; - Aufbau von Statements; - Gesprächsformen wie Klärungsgespräch, Pro-Contra-Diskussion, Debatte unterscheiden, strukturieren und moderieren. Methoden: Theoretische Impulse, Übungen mit Auswertung und Analyse |
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| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Durch aktive Teilnahme kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden. | ||
| Besondere Hinweise | . | ||
| 04 Wissenschaftliches Lesen und Schreiben Haines |
Ü G P0 2st - 2 LP Mo 14.30 - 16.00 |
| In der Übung werden allgemeine Grundlagen zu den Schlüsselkompetenzen „Wissenschaftliches Lesen und Schreiben“ vermittelt. Auf der Basis so erworbener deklarativer Wissenselemente sollen die Studierenden bestimmte kognitive Lernstrategien anwenden, um einzelne Aufgabenstellungen korrekt zu erfassen und umzusetzen. Zu solchen Aufgabenstellungen zählen beispielsweise das Identifizieren bestimmter Textgattungen sowie das selbstständige Verfassen eines formalisierten Sachtextes. | |||
| Literatur | • ECO, Umberto: Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt, UTB, ISBN 978-3-8252-1512-5. • HAINES, Maria: ABC der wissenschaftlichen Abschlussarbeit, UTB, ISBN 978-3-8252-3292-4. • KORNMEIER, Martin: Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht, UTB, ISBN 978-3-8252-3154-5. • KRUSE, Otto: Lesen und Schreiben, UTB, ISBN 978-3-8252-3355-6. • LAY, Rupert: Die Macht der Wörter; bes. Kapitel 3 und 4, Langen-Müller, ISBN 3-7844-7173-0 (Buch in Bib. Sankt-Georgen vhd.; sonst nur noch antiquarisch zu erwerben). • STEIN, Sol: Über das Schreiben, Zweitausendeins, ISBN 978-3-86150-908-0. • STEINFELD, Thomas: Der Sprachverführer. Die deutsche Sprache: was sie ist, was sie kann, Hanser, ISBN 978-3-446-23416-1. |
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| Leistungsnachweis | Bachelorstudium Philosophie: Durch aktive Mitarbeit und die Bereitschaft zur Erstellung kleinerer "Haus- bzw. Übungsarbeiten" kann der Nachweis über die Teilnahme an der Übung (P0, wissenschaftliches Lesen und Schreiben) erworben werden. | ||
| Philosophie | 10 Sein und Erkennen. Einführung in die Geschichte der Philosophie vom 5. bis zum 15. Jahrhundert Berndt / Zátonyi |
V G M5 P1 2st - 3 LP Mo 10.35 - 12.10 |
| Die Vorlesung will einige Grund¬li¬nien abendländischen Denkens im Zeitraum der zehn Jahrhunderte aufzeigen, indem sie aus¬ge¬wählte Themen aus dem Spektrum von “Sein” und “Erkennen” thematisiert: z.B. Gott, der Mensch, das Gute, die Natur, Wahrheit, Irrtum. Dazu bedienen wir uns der geschichtlichen Repräsentanten der Philosophie: z.B. des Anicius Boethius, des Johannes Scotus Eriugena, Anselms von Canterbury, der Viktoriner, der Chartreser, Hildegards von Bingen, des Thomas von Aquin, des Nikolaus Cusanus. Es soll versucht werden, die individuelle Ausprägung des Denkens in den Institutionen der abendländischen Kultur zu lokalisieren: artes liberales, die Schulen, die Universitäten. Außerdem wollen wir diese Einführung als Auseinandersetzung mit den Quellen verhandeln. Literatur wird von Fall zu Fall angegeben werden. | |||
| Literatur | ALAIN DE LIBERA, Denken im Mittelalter, München 2003. THEO KOBUSCH: Die Philosophie des Hoch- und Spätmittelalters, München 2011. |
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| Leistungsnachweis | Bachelorstudium Philosophie (P1): wahlweise Kommissionsprüfung zusammen mit Antike (20 min) oder mündliche Prüfung (15 min) Magisterstudium Theologie (M5): Modulklausur |
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| 11 Geschichte der Philosophie: Philosophie des 19./20. Jahrhunderts Disse |
V G M19 P1 2st - 3 LP Di 10.35 - 12.10 |
| Die Philosophie des 19./20. Jahrhunderts bzw. die Philosophie der Moderne wird mit Blick auf vier philosophische Themen dargestellt, die diese Epoche besonders prägen: Freiheit, Intersubjektivität, Naturwissenschaften als Paradigma und Endlichkeit.Von Kant bis Foucault werden eine Auswahl grundlegender Ansätze zu diesen Themen behandelt. |
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| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Bachelorstudium Philosophie: P1, wahlweise mündliche Prüfung (15 min) oder Kommissionsprüfung zusammen mit Philososphiegeschichte der Neuzeit (20 min). Diplomstudium Theologie: sbL Philosophiegeschichte der Gegenwart (mündliche Prüfung). |
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| 12 Sprachphilosophie, analytisch und hermeneutisch Watzka |
V G M5 P2 2st - 3 LP Di 08.45 - 10.20 |
| Die Sprachphilosophie des 20. Jahrhunderts wäre ohne die bahnbrechenden Leistungen einiger Logiker (Frege, Russell, Wittgenstein) nicht möglich gewesen. In der Vorlesung wird es darum gehen, sich elementare Logikkenntnisse anzueignen, um dann der Frage nach Sinn und Bedeutung von Termini, Sätzen und Sprechakten nachzugehen. Die Formulierung einer Theorie der sprachlichen Bedeutung wurde lange als die Hauptaufgabe der analytischen Philosophie angesehen, - ein sprachfreies Denken wurde ins Reich der Fabeln verwiesen. Inzwischen hat es sich eingebürgert, das Verhältnis von Denken und sprachlichem Ausdruck eher als lockere Verbindung anzusehen. Aber auch bei der Inhaltsbestimmung des Denkens kommen Philosophen nicht umhin, Prinzipien anzuwenden, die in der Sprachanalyse des 20. Jahrhunderts formuliert wurden. - Die hermeneutische Variante der Sprachphilosophie betrachtet dem gegenüber nicht Termini bzw. Sätze, sondern Texte oder ganze Sprachen als Sinneinheiten. Den Gedanken der Sinntotalität modifizierend hat die hermeneutische Philosophie neben der Texthermeneutik auch eine ontologische Hermeneutik bzw. Daseins-Hermeneutik ausgebildet, die in vielfacher Weise die Anthropologie und Theologie des 20. Jahrhunderts beeinflusst hat. | |||
| Literatur | Jonas Pfister (Hg.): Texte zur Sprachphilosophie, Stuttgart: Reclam 2011 Georg W. Bertram: Sprachphilosophie zur Einführung, Hamburg: Junius 2011 Matthias Flatscher: Logos und Lethe. Zur phänomenologischen Sprachauffassung im Spätwerk von Heidegger und Wittgenstein, Freiburg i.Br.: Alber 2011 Albert Newen, Markus A. Schrenk: Einführung in die Sprachphilosophie, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2008 Wolfgang Detel: Philosophie des Geistes und der Sprache (Grundkurs Philosophie 3), Stuttgart: Reclam 2007 Heinrich Schmidinger: Der Mensch - ein “animal symbolicum”? Sprache - Dialog - Ritual, Darmstadt: Wissenschaft. Buchgesellschaft 2007 Ian Hacking: Die Bedeutung der Philosophie für die Sprache, Philo: Berlin 2002 Jean Grondin: Einführung in die philosophische Hermeneutik, Darmstadt: Wissenschaftl. Buchgesellschaft 2001 Edmund Runggaldier: Analytische Sprachphilosophie, Stuttgart: Kohlhammer 1990 Ernst Tugendhat, Ursula Wolf: Logisch-semantische Propädeutik, Stuttgart: Reclam 1983 |
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| Leistungsnachweis | Bachelorstudium Philosophie: Kommissionsprüfung (20 min) zusammen mit Erkenntnistheorie (P2) oder Einzelprüfung (15 min.) Magisterstudium Theologie: Teil einer schriftlichen Klausur, zusammen mit Philosophiegeschichte des Mittelalters (M5) |
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| 13 Philosophische Theologie Wiertz |
V G M14 P3 2st - 3 (BA Phil.) / 4.5 (Mag theol.) LP Mi 09.35 - 11.20 |
| Der theistische Gottesbegriff hat in der Geschichte der philosophischen Reflexion auf den Gottesbegriff eine wichtige Rolle gespielt und ist auch für die philosophische Auseinandersetzung mit der Vielfalt der Religionen bedeutsam. Die Vorlesung soll mit dem theistischen Gottesbegriff und dessen philosophischer Bedeutung und Schwierigkeit bekanntmachen. Dazu wird nach der Möglichkeit von Aussagen über ein transzendentes Wesen gefragt, wesentliche Eigenschaften des theistischen Gottes behandelt, verschiedene Positionen zum Verhältnis zwischen religiösem Glauben und Vernunft vorgestellt und Argumente für und gegen die Wahrheit der Überzeugung von der Existenz des theistischen Gottes behandelt. |
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| Literatur | Craig, W.L. (Hg.), Philosophy of Religion. A Reader and Guide, Edinburgh 2002. Kreiner, A., Das wahre Antlitz Gottes - oder was wir meinen, wenn wir Gott sagen, Freiburg 2006 Löffler, W., Einführung in die Religionsphilosophie, Darmstadt 2006. Murray, M.J.; Rea, M., An Introduction to the Philosophy of Religion, Cambridge 2008. Ricken, F., Religionsphilosophie, Stuttgart 2003. Swinburne, R., Glaube und Vernunft, Würzburg 2009. Zagzebski, L., The Philosophy of Religion. An Historical Introduction, Malden/MASS, Oxford 2007 |
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| Leistungsnachweis | Bachelorstudium Philosophie: Mündliche Kommissionsprüfung gemeinsam mit Metaphysik (P3). Die Teilnahme am Lektürekurs zur Vorlesung Philosophische Theologie und das Verfassen eines Essays über einen vereinbarten Text ist verpflichtend. Magisterstudium Theologie: Mündliche Kommissionsprüfung gemeinsam mit Fundamentaltheologie (M14). Durch die Teilnahme am Lektürekurs zur Vorlesung Philosophische Theologie und das Verfassen eines Essays über einen vereinbarten Text besteht die Möglichkeit, den Prüfungsstoff der Vorlesung entsprechend zu vermindern. Die Essaynote geht zu 20% in die Benotung der Prüfung ein. |
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| Besondere Hinweise | Ergänzend zur Vorlesung wird eine Lektüreveranstaltung angeboten. |
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| 15 Martin Heidegger: "Sein und Zeit" Watzka |
HS / ProS (BA Phil.) G M15 M23 P1 2st - 4 LP Mo 16.15 - 17.45 |
| Ohne Heideggers Fragment gebliebenes frühes Hauptwerk "Sein und Zeit" (1927) lässt sich weder die Philosophie des 20. Jahrhunderts noch die gegenwärtige Kontroverse um "analytische" und "kontinentale" Philosophie verstehen. Vor dem Hintergrund einer tief ansetzenden Kritik der traditionellen Metaphysik und Erkenntnistheorie arbeitet Heidegger sein neues Verständnis von Zeit und Geschichte, Alltäglichkeit und Verstehen, Sorge und Tod heraus. Ohne Sein und Zeit hätte es keinen Existenzialismus gegeben, nicht Sartres "Das Sein und das Nichts", keine hermeneutische Transformation der phänomenologischen Schule, keinen Gadamer ("Wahrheit und Methode") und keinen Ricoeur, keine anthropologische Wende der modernen Theologie, kein Entmythologierungsprojekt Rudolf Bultmanns, keine katholische Heidegger-Schule mit Karl Rahner an der Spitze, keine systematische Kierkegaard- und Nietzsche-Rezeption, keine wirkungsgeschichtliche und rezeptionsästhetische Methode der Literaturwissenschaft. Eine Lektüre ausgewählter Abschnitte dieses Werks ist für künftige Theologen/innen und Philosoph/innen eine lohnende Beschäftigung. | |||
| Literatur | Martin Heidegger: Sein und Zeit, Tübingen: Niemeyer, 19. Auflage 2006 Michael Steinmann: Martin Heideggers "Sein und Zeit", Darmstadt: Wissensch. Buchgesellschaft 2010 (Serie Werkinterpretationen) Norbert Fischer (Hg.): Heidegger und die christliche Tradition. Annäherungen an ein schwieriges Thema, Hamburg: Meiner 2007 Michael Inwood: Heidegger, Freiburg: Herder 2004 Dieter Thomä (Hg.): Heidegger-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung, Stuttgart: Metzler 2003 Thomas Rentsch (Hg.): Martin Heidegger. Sein und Zeit, Berlin: Akademie Verlag 2001 (Klassiker Auslegen Bd. 25) Otto Pöggeler: Heidegger in seiner Zeit, München: Fink 1999 Rüdiger Safranski: Ein Meister aus Deutschland. Heidegger und seine Zeit, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch-Verlag 2001 Victor Farias: Heidegger und der Nationalsozialismus, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch-Verlag 1989 |
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| Leistungsnachweis | Bachelorstudium Philosophie: Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller ausgewählten Textabschnitte, Einführung in einen Textabschnitt und Schreiben einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Proseminar (P1, Klassikerlektüre) erworben werden. Magisterstudium Theologie: Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller ausgewählten Textabschnitte, Einführung in einen Textabschnitt und Schreiben einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie (M15 oder M23) erworben werden. |
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| 16 Friedrich Hölderlin: Philosoph, Dichter, Göttersohn Hanke |
HS M15 M23 P6 2st - 6 (BA Phil.) 4 (Mag. theol.) LP Vorbesprechung: Do 08.05.2014, 14.30 Fr 06.06.2014, 15.00 - 18.00 Sa 07.06.2014, 09.30 - 18.00 Fr 20.06.2014, 15.00 - 18.00 Sa 21.06.2014, 09.30 - 18.00 Exkursion: Di 03.06.2014, 19.00 - 21.00 |
| Friedrich Hölderlin (1770-1843) zählt ohne Frage zu den bedeutendsten Dichtern deutscher Sprache. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist deutlich geworden, wie sehr er auch als Philosoph zu würdigen ist. Er zählt mit Schelling zu den ersten, die Fichte kritisch weiterdenken. Seine Diskussionen mit Hegel haben entscheidenden Einfluss auf dessen philosophische Entwicklung. Die Geschichte der so genannten „klassischen deutschen Philosophie“ können wir heute nicht mehr schreiben, ohne auf Hölderlin einzugehen. Vermittelt vor allem durch die historischen und systematischen Arbeiten von Dieter Henrich haben Motive des Denkens und Schaffens Hölderlins auch in die Theologie unserer Tage bemerkenswerten Eingang gefunden. In diesem Hauptseminar, das für das Modul „Wissenschaft und Kunst“ (P 6) konzipiert ist, werden Texte unterschiedlicher Gattung auf die in ihnen zum Ausdruck kommenden ästhetischen bzw. wissenschaftstheoretischen Positionen untersucht, ihre Argumente rekonstruiert und gegeneinander profiliert. Neben Hölderlin kommen dabei die bereits genannten Fichte, Schelling und Hegel zu Wort. Der Fokus liegt freilich auf Hölderlins Entwicklung in den Jahren 1794 bis 1802. Hölderlin entscheidet sich in dieser Phase aus philosophischen Gründen gegen eine sich als Wissenschaft verstehende Philosophie und für die Existenz als Dichter. Seine Dichtung wiederum betreibt er unter steter wissenschaftlicher Reflexion auf ihre Grundlegung und Methode. Auch inwieweit sich die späten „christologischen“ Hymnen in diese philosophisch-ästhetische Grundoption einfügen oder ob sie sie sprengen, wird zur Diskussion stehen. |
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| Literatur | Ein Reader mit den Primärtexten, die im Seminar gelesen werden, sowie einigen ausgewählten Artikeln der Sekundärliteratur zur Vorbereitung wird vorab zur Verfügung gestellt. Zur Hinführung bzw. Vertiefung vgl. folgende wichtige Werke der Forschungsliteratur: BACHMAIER, Helmut, RENTSCH, Thomas (Hgg.), Poetische Autonomie? Zur Wechselwirkung von Dichtung und Philosophie in der Epoche Goethes und Hölderlins, Stuttgart 1987. GAIER, Ulrich, Hölderlin. Eine Einführung, Tübingen 1993. GAIER, Ulrich, LAWITSCHKA, Valérie, RAPP, Wolfgang, WAIBEL, Violetta, Das „Jenaische Projekt“. Wintersemester 1794/95 (Hölderlin Texturen 2), Tübingen 1995. GAIER, Ulrich, LAWITSCHKA, Valérie, METZGER, Stefan, RAPP, Wolfgang, WAIBEL, Violetta, „Gestalten der Welt“. Frankfurt 1796-1798 (Hölderlin Texturen 3), Tübingen 1996. GRUNDMANN, Thomas u.a. (Hgg.), Anatomie der Subjektivität. Bewusstsein, Selbstbewusstsein und Selbstgefühl, Frankfurt am Main 2005. GUARDINI, Romano, Hölderlin. Weltbild und Frömmigkeit, München 31980 [Erstauflage 1939]. HANKE, Thomas, Bewusste Religion. Eine Konstellationsskizze zum jungen Hegel, Regensburg 2012. HENRICH, Dieter, Der Grund im Bewußtsein. Untersuchungen zu Hölderlins Denken (1794-1795), Stuttgart 22004. HENRICH, Dieter, Hegel im Kontext. Mit einem Nachwort zur Neuauflage, Berlin 52010. HENRICH, Dieter, Konstellationen. Probleme und Debatten am Ursprung der idealistischen Philosophie (1789-1795), Stuttgart 1991. JAMME, Christoph, PÖGGELER, Otto (Hgg.), „Frankfurt aber ist der Nabel dieser Erde“. Das Schicksal einer Generation der Goethezeit, Stuttgart 1983. JAMME, Christoph, PÖGGELER, Otto (Hgg.), Homburg vor der Höhe in der deutschen Geistesgeschichte. Studien zum Freundeskreis um Hegel und Hölderlin, Stuttgart 1981. JAMME, Christoph, VÖLKEL, Frank (Hgg.), Hölderlin und der Deutsche Idealismus. Dokumente und Kommentare zu Hölderlins philosophischer Entwicklung und den philosophisch-kulturellen Kontexten seiner Zeit. Vier Bände, Stuttgart-Bad Cannstatt 2003. KREUZER, Johann (Hg.), Hölderlin-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, Stuttgart 2002. WAIBEL, Violetta, Hölderlin und Fichte 1794-1800, Paderborn u.a. 2000. |
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| Leistungsnachweis | Bachelorstudium Philosophie (6 LP): Durch aktive Teilnahme, Übernahme philosophischer „Anwaltschaften“ für die Seminardiskussion, Protokoll eines Seminar-Abschnitts sowie das Verfassen einer Hausarbeit wird ein Nachweis über ein Hauptseminar (für P6) erworben. Magisterstudium Theologie (4 LP): Durch aktive Teilnahme, Protokoll eines Seminar-Abschnitts sowie das Verfassen einer Hausarbeit wird ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie (M15 oder M23) erworben. |
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| Besondere Hinweise | Vorbesprechung mit Information und Aufgabenverteilung am Donnerstag, 08.05., 14:30 Uhr (ca. 30 Minuten)in Semiarraum S5. Eine Voranmeldung bis zum 05.05. unter Angabe des Studiengangs wäre hilfreich, bitte an hanke@sankt-georgen.de |
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| 17 Gottesbeweise als Thema der zeitgenössischen Philosophie → Anmeldung bitte bis 02.05.2014 per E-Mail an wiertz@sankt-georgen.de Wiertz / Klinkosch |
HS G M15 M23 P7 2st - 4 bzw. 6 LP Fr 09.05.2014, 15.00 - 18.00 Sa 10.05.2014, 09.30 - 18.00 Fr 23.05.2014, 15.00 - 18.00 Sa 24.05.2014, 09.30 - 18.00 |
| Gottesbeweise sind ein Thema der "wetlichen" Philosophie seit deren Anfängen. Schien es eine Zeit lang, als seien sie nur noch von historischem Interesse, spielen sie seit einigen Jahrzehnten eine immer stärkere Rolle - zumindest in der analytischen Philosophie. In dem Seminar soll ein Überblick gegeben werden über zeitgenössische philosophische Positionen zu Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Gottesbeweisen, und es sollen einige Beispiele zeitgenössischer Gottesebeweise behandelt werden | |||
| Literatur | Alle behandelten Texte stammen aus: T. Buchheim; F.Hermanni; Axel Hutter; C.Schwöbel (Hg.), Gottesbeweise als Herausforderung für die moderne Vernunft (Collegium Metaphysicum), Tübingen 2013. Zur Einführung: Löffler, W., Einführung in die Religionsphilosophie, Darmstadt 2006. Ein hilfreiche Sammlung von Texten klassischer und moderner Gottesbeweise ist: J. Bromand; G. Kreis (Hg.) Gottesbeweise: Von Anselm bis Gödel, Berlin 2011. |
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| Leistungsnachweis | Durch die Lektüre aller Texte, die aktive Teilnahme am Seminar und eine schriftliche Seminararbeit kann ein Leistungsnachweis über ein Hauptseminar in Philosophie erworben werden(M 15 bzw. M 23 im Magisterstudiengang Theologie; P 7 im Bachelorstudiengang Philosophie). | ||
| Besondere Hinweise | Da zwei englische Texte gelesen werden, sind zumindst grundlegende Englischkenntnisse Voraussetzung für eine Teilnahme. Alle Texte sind vor den jeweiligen Seminarsitzungen gründlich zu lesen. Eine Anmeldung bei O.J. Wiertz bis zum 2.5.2014 ist erforderlich (wiertz@sankt-georgen.de) |
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| 18 Der moralische Status des menschlichen Embryos Herzberg |
HS G M15 P10 P9 2st - 4 (Mag.theol.) / 6 (BA Phil.) LP Fr 10.35 - 12.10 |
| Im Mittelpunkt des Hauptseminars stehen die vier klassischen Argumente in der Debatte über den moralischen Status des menschlichen Embryos (Speziesargument, Kontinuumsargument, Identitätsargument, Potentialitätsargument). Wir werden diese vier Argumente auf ihre Voraussetzungen und ihre Plausibilität hin genauer untersuchen. | |||
| Literatur | Damschen, Gregor/ Schönecker, Dieter (Hg.): Der moralische Status menschlicher Embryonen, Berlin/New York 2003. Honnefelder, Ludger: Natur und Status des menschlichen Embryos: Philosophische Apekte. In: Dreyer, Mechthild/ Fleischhauer, Kurt (Hg.): Natur und Person im ethischen Disput. Freiburg i.Br./München 1998, 259-285. Rager, Günter (Hg.): Beginn, Personalität und Würde des Menschen. Freiburg i.Br./München 1998. Auf weitere Literatur wird im Seminar hingewiesen. |
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| Leistungsnachweis | Bachelorstudium Philosophie (P9): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen eines einführenden Referats sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar erworben werden. Magisterstudium Theologie (M15 oder M 23): Durch regelmäßige aktive Teilnahme, Lektüre aller Texte, Anfertigen eines einführenden Referats sowie durch Abfassung einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Philosophie erworben werden. |
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| 19 Einführung in die Aussagen- und Prädikatenlogik Watzka |
Ü G M5 P2 1st - 1.5 LP Mi 08.45 - 09.30 |
| Logik als wissenschaftliche Disziplin begann mit der Entdeckung des Aristoteles, dass sich ein gültiges Argument als Spezialfall eines gültigen Argument-Schemas ansehen lässt. Ihren Aufstieg zur Wissenschaft verdankte die Logik der Methode der Formalisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Grundlagen der Formalisierung werden in der Übung vermittelt. Einfachere Schemata werden auf konkrete Textbeispiele angewandt und auf ihre Relevanz für das tatsächliche Argumentieren in Philosophie und Theologie hin durchsichtig gemacht. | |||
| Literatur | Jörg Hardy, Christoph Schamberger: Logik der Philosophie. Einführung in die Logik und Argumentationstheorie, Göttingen: Vandenhoek und Ruprecht 2012 Winfried Löffler: Einführung in die Logik, Stuttgart: Kohlhammer 2008 Sven Rosenkranz: Einführung in die Logik, Stuttgart: Metzler 2006 Niko Strobach: Einführung in die Logik, Darmstadt: Wissenschaftl. Buchgesellschaft 2005 Paul Hoyningen-Huene: Formale Logik, Stuttgart: Reclam 1998 Jürgen Walther: Philosophisches Argumentieren, Freiburg: Alber 1990 |
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| Leistungsnachweis | Bachelorstudium Philosophie: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und die Lösung von Testaufgaben kann ein benoteter Leistungsnachweis in Logik I (P 2) erworben werden. Magisterstudium Theologie: Durch regelmäßige Teilnahme an den Übungen und die Lösung von Testaufgaben kann ein benoteter Leistungsnachweis in Logik (M 5) erworben werden. |
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| 20 Lektürekurs zur Vorlesung "Philosophische Theologie" Klinkosch |
L G P3 1st - 1.5 LP Mi 15.15 - 16.00 |
| Wir lesen Texte, die sich mit der Allmacht Gottes und damit zusammenhängenden Fragen beschäftigen. | |||
| Literatur | - Ein Reader mit den Texten, die wir lesen werden, liegt ab 28.04. im Semesterapparat als Kopiervorlage aus. - Der Text der ersten Sitzung wird in der ersten Sitzung bereitgestellt. |
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| Leistungsnachweis | Bachelorstudium Philosophie: Durch aktive Teilnahme und das Bearbeiten von Fragen kann ein Leistungsnachweis erworben werden. | ||
| Besondere Hinweise | - Erste Sitzung am 30.04. - Raum-Änderung: Der Lektürekurs findet ab der Sitzung vom 07.05. einschl. in Raum S2 statt |
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| 23 Einführung in die Psychologie und Pädagogik → Anmeldung bitte bis 22.04.2014 per E-Mail an wagener@sankt-georgen.de Wagener |
L/Ü G P11 2st - 3 LP Di 14.30 - 16.00 |
| In pädagogisch und psychologisch relevanten Fragen gibt es in der Regel nicht eine einzige anerkannte Position, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher, oft sogar auch entgegengesetzter Ansichten, die alle mit mehr oder weniger guten Gründen vorgetragen werden. Es genügt also nicht, sich einfach einer Ansicht anzuschließen. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Vorstellungen zu prüfen und durch Abwägen der Argumente zu einem eigenen Urteil zu gelangen. Dazu werden wir nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Pädagogik uns auch mit den (geisteswissenschaftlichen, kritisch-rationalen und konstruktivistischen) Richtungen der Erziehungswissenschaft beschäftigen. Wir werden die Methoden der Erziehungswissenschaft (klassische Hermeneutik, empirische Methode, methodischer Ansatz der Kritischen Erziehungswissenschaft) kennenlernen. Schließlich stellt sich die Frage, ob und warum der Mensch auf (religiöse) Erziehung angewiesen ist? Im Anschluss daran wenden wir uns der Allgemeinen Psychologie zu, wie sie Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen und Denken, Emotionen und Motivationen sowie Sprechen verstehen. Unabdingbar ist die Beschäftigung mit der Entwicklungspsychologie (anhand von Piaget und Erikson), der Persönlichkeits-, Sozial- und Religionspsychologie. |
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| Literatur | H. Gudjons, Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn 2008. S. Heine, Grundlagen der Religionspsychologie, Göttingen 2005. K. Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis, Freiburg Schweiz 2002. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium Theologie (M15): Durch Vorbereitung und Präsentation eines Themas kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lektürekurs in Humanwissenschaften (Pädagogik und Psychologie) erworben werden. Bachelorstudium Philosophie (P11): Durch Vorbereitung und Präsentation eines Themas kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lektürekurs in Pädagogik und Psychologie erworben werden. |
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| 27 Forschungskolloquium "Zeitgenössische Theorien der Ethik" → Anmeldung bitte bis 18.04.2014 per E-Mail an patenge@iwm.sankt-georgen.de oder beck@iwm.sankt-georgen.de Beck, R. / M. Patenge |
Koll 1st Erstes Treffen: Mi 30.04.2014, 14.30 Weitere Termine nach Vereinbarung |
| Nach dem Studium von Aristoteles, Mill und Kant haben zeitgenössische Theorien der Ethik im regulären Curriculum des Theologie- und Philosophiestudiums einen schweren Stand. Im Rahmen eines Forschungskolloquiums wollen wir uns kürzeren und längeren programmatischen Texten philosophischer und theologischer Ethikerinnen und Ethiker der letzten Jahrzehnte zuwenden und diese in einer gemeinsamen Lektüre erarbeiten. Einen ersten Schwerpunkt bildet die Tugendethik, die seit geraumer Zeit eine Renaissance erlebt. Eine Reihe namhafter Philosophen (z.B. Philippa Foot, John McDowell) sind der Auffassung, dass es sich um eine integrale Ethik-Konzeption handelt, die anderen Ansätzen überlegen ist. Anschließend wenden wir uns kontrastierend der deontologischen Ethik zu, die durch Autoren wie Onora O’Neill und Christine Korsgaard und deren Neuinterpretationen der Philosophie Kants interessante Impulse erfahren hat. |
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| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | |||
| 85 Kirchenbau und Kirchenkunst der Moderne im Bistum Limburg Übungen vor Ort → Anmeldung bitte per E-Mail bis 30.04.2014 an g.hefele@bistumlimburg.de Hefele |
Ü G M23 P11 2st - 3 LP Vorbesprechung: Mi 07.05.2014, 14.30 - 16.00 Weitere Termine nach Vereinbarung (3 Blocktage) |
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Magisterstudium Theologie: M23, durch ein Kurzrefrat vor Ort kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer Übung in Christlicher Kunst erworben werden. Diplomstudium Theologie: Durch ein Kurzrefrat vor Ort kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer Veranstaltung in Kunstgeschichte (nach § 20, 2e der Diplomprüfungsordnung) erworben werden. Bachelorstudium Philosophie: P11, durch ein Kurzrefrat vor Ort kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer Übung in Christlicher Kunst erworben werden. |
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| Besondere Hinweise | . | ||
| Einleitung in die Heilige Schrift | 30 Biblische Einleitungswissenschaften II Peetz |
V G M1 2st - 3 LP Di 10.35 - 12.10 |
| Wie die Vorlesung im letzten Wintersemester beschäftigt sich auch diese Lehrveranstaltung mit den beiden Größen „Geschichte“ und „Literatur“. Im Vordergrund steht diesmal die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den neutestamentlichen Schriften der „Zwei- Einen Bibel“. Nach einer Einführung in die Zeitgeschichte von Alexander dem Großen bis Bar Kochba werden diese hinsichtlich ihrer literarischen Form und Gattungszugehörigkeit, ihrer Quellen und vermutlichen Entstehungssituationen, ihrer Aussageabsichten und theologischen Grundlinien hin untersucht. Exemplarisch wird dies an einigen Texten durchgeführt, erläutert und aufgezeigt. | |||
| Literatur | wird in der Vorlesung bekannt gegeben | ||
| Leistungsnachweis | Diplomstudium: sbl ENT II Magisterstudium: mündliche Prüfung, M1 Biblische Einleitungswissenschaften |
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| 31 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift II Peetz |
V G M14 2st - 3 LP Do 14.30 - 16.00 |
| Der Vorlesungszyklus zur religionswissenschaftlichen Umwelt der Bibel umfasst zwei Lehrveranstaltungen, die den Einfluss der jeweiligen geistigen und religiösen Strömungen auf die biblische Literatur aufzeigen und reflektieren wollen: Inwieweit und inwiefern waren die biblischen Autoren von Kultur und Religion ihrer Umwelt beeinflusst und welche Auswirkungen haben diese Einflüsse auf die Entstehung des Juden- und Christentums? Anhand der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den „benachbarten“ Religionen soll das Spezifische des Juden- und Christentums herausgearbeitet und schließlich auch reflektiert werden, in welchem Beziehungsverhältnis das Judentum zum Christentum selbst steht. Die zweite in diesem Sommersemester stattfindende Lehrveranstaltung „religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift II“ untersucht schwerpunktmäßig die religiösen und kulturellen Transformationsprozesse der Antike, die für die Entstehung des heutigen Juden- und Christentums maßgeblich geworden sind. Das heißt es geht um das spannende Beziehungsverhältnis von Juden, Griechen, Römern und Christen in Anpassung und Abgrenzung von einander: Wie sieht das Frühjudentum zur Zeit Jesu aus und welche Relevanz hat es für die neutestamentlichen Schriften? Welche Rolle spielen hellenistisch- römische Strömungen für das Frühjudentum und für das Neue Testament und wie genau sieht die wechselseitige Beeinflussung aus? Mit Fragen dieser und ähnlicher Art werden wir uns in dieser Lehrveranstaltung beschäftigen, insbesondere auf der Grundlage biblischer und außerbilischer Textzeugnissen. Nach einer kurzen Einführung in die Welt der Antike zur Zeit Jesu und des Neuen Testaments behandelt die Vorlesung vor allem drei Themenfelder: I Das Frühjudentum zu Zeit Jesu (z.B. jüdische Religionsparteien, Qumran, Tempel und Synagoge) II Der hellenistisch- römische Kontext des Neuen Testaments (z.B. Hellenistisch- römische Götterwelt, Kaiserkult, Mysterienkulte, Gnosis) III Die deuterokanonische und apokryphe Literatur |
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| Literatur | wird in der Vorlesung bekannt gegeben | ||
| Leistungsnachweis | Diplomstudiengang: sbl ENT I Magisterstudiengang: mündliche Prüfung, M14 Religionsgeschichtliche Umwelt der Heiligen Schrift |
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| Exegese des Alten Testaments | 32 Qohelet Böhler |
V G M16 2st - 4 LP Mo 08.45 - 10.20 |
| Was ist Glück? Kann Leben als cursus ad mortem überhaupt glücken? Wenn ja, wie ist das Glück zu finden in all dem Unglück und Missglücken? Der Philosoph Kohelet geht der Frage in Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen hellenistischen Philosophie nach und gibt eine genuin israelitische Antwort. Der Kirchenvater Hieronymus (Koheletkommentar = Commentarius in Ecclesiasten, CCL 72, I 1) sieht in den drei salomonischen Büchern des hebräischen Kanons (Spr, Koh, Hld) einen Parallel- oder gar Gegenentwurf zum hellenistischen Bildungsprogramm: Griechische Philosophie lehrt zuerst Ethik (wie man leben soll), dann Physik (wie die Welt ist), dann Theologie (Gotteserkenntnis). Ebenso lehren die salomonischen Sprichwörter zuerst den jugendlichen Menschen (Spr 1,4.8.10) „de officiis per sententias“, in Kohelet den erwachsenen gewordenen (Koh 11,9) „ne quidquam in mundi rebus putet esse perpetuum, sed caduca et brevia universa quae cernimus“, bevor im Hohenlied der Gipfel dieses geistlich-sittlichen Weges erreicht wird: die Begegnung mit dem Bräutigam. Damit der letzte Schritt gelingen kann, ist für den Erwachsenen der mittlere, den Kohelet lehrt, der entscheidende: desillusioniert erkennen, was diese Welt gibt und was nicht und woher das wahre Glück kommt. | |||
| Literatur | N. Lohfink, Kohelet (NEB); L. Schwienhorst-Schönberger, Kohelet (HThKAT). | ||
| Leistungsnachweis | Magistertstudium: mündliche Prüfung, M16 Exegese eines prophetischen oder sapientialen Texts Diplomstudiengang: sbL ExAT (Sapientialien) |
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| 33 Hebräische Lektüre: Qohelet Böhler |
L G 1st nach Vereinbarung |
| Der Lesekurs baut auf dem Hebraicum auf und soll die Hebräischkenntnissee der Teilnehmer lebendig erhalten und vertiefen. Eine persönliche Vorbereitung jeder Lesestunde wird nicht erwartet. Die Auswahl der zu lesenden Texte wird in der ersten Stunde vereinbart. | |||
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Teilnahmeschein | ||
| Exegese des Neuen Testaments | 34 Vom Messias erzählen: Christologie der synoptischen Evangelien Wucherpfennig |
V G M8 2st - 3 LP Fr 08.45 - 10.20 |
| Die Vorlesung ist eine Einführung in die synoptischen Evangelien. Auf der Wanderung nach Emmaus erklärt Jesus den beiden Jüngern "ausgehend von Mose und den Propheten", dass der Messias dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen musste. Was "der Christus" - der Messias / Gesalbte - ist, wie es ihm ergeht und was er zu tun hat - lässt der Auferstandene seine Jünger ganz vom Alten Testament her verstehen, ihrer Heiligen Schrift. Den Erkenntnisweg der Jünger von Emmaus führen die synoptischen Evangelien weiter: Markus, Matthäus und Lukas verstehen das Geheimnis der Person Jesu aus den Schriften Israels und dem religiösen Erbe des Judentums. Die Vorlesung gibt eine Einführung in die synoptischen Evangelien und will mit literaturwissenschaftlichen und religionsgeschichtlichen Methoden zeigen, wie die Evangelien aufgrund des Erzählens vom Messias in den biblischen Schriften ihre narrative Christologie entwickeln. |
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| Literatur | Daniel Boyarin, The Jewish Gospels. The Story of the Jewish Christ, New York 2012. Shimon Bar Efrat, Das Erste Buch Samuel. Ein narratologisch-philologischer Kommentar, BzWANT 16, Stuttgart 2007. Shimon Bar Efrat, Das Zweite Buch Samuel. Ein narratologisch-philologischer Kommentar, BzWANT, Stuttgart 2009. Martin Hengel, Anna Maria Schwemer, Jesus und das Judentum, Tübingen 2007. Philippe Lefebvre, Le Messie en famille, Connaître la Bible, Bruxelles 2000. Philippe Lefebvre, Livres de Samuel et récits de résurrection, Lectio Divina 196, Paris 2004. Armand Puig i Tàrrech, Jesus. Eine Biografie. Paderborn u. a. 2011. Weitere Literatur wird in der Vorlesung gegeben. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Teil der Modulklausur zu M8 Diplomstudium: sbL ExNT (Synoptiker) |
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| 35 Römer 1-5 Wucherpfennig |
V G M16 2st - 4 LP Mi 09.35 - 11.20 |
| Der Römerbrief steht an erster Stelle der Paulusbriefe. Gleichzeitig ist er chronologisch der letzte Brief des Apostels selbst Neuen Testament. Wie alle anderen seiner Briefe geht auch der an die Römer auf einen konkreten Anlass zurück: Auf dem Weg nach Jerusalem bittet Paulus die Christen in Rom um Unterstützung für eine geplante Reise nach Spanien. Zur Begründung dieses neuen Schrittes seiner Mission in den Westen des römischen Reiches fasst er aber noch einmal alle wichtigen Themen seiner Verkündigung in einem programmatischen Brief zusammen: Gesetz und Evangelium, Fleisch und Geist, Israel und die Heiden, Kirche und römischer Staat, Starke und Schwache. Die Auslegung ausgewählter Abschnitte dieser frühesten Werbeschrift für die christliche Lehre soll eine Einführung in den gesamten Brief geben. |
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| Literatur | Daniel Boyarin, A Radical Jew. Paul and the Politics of Identity, Berkeley u. a. 1994. Michael Theobald, Römerbrief 1-11 und 12-16, Stuttgarter Kleiner Kommentar, Stuttgart 2001f. Ulrich Wilckens, Der Brief an die Römer I-III, Evangelisch-katholischer Kommentar zum Neuen Testament, Zürich u. a. 1978ff. Michael Wolter, Paulus. Ein Grundriss seiner Theologie, Neukirchen-Vluyn 2011. Dieter Zeller, Der Brief an die Römer, Regensburger Neues Testament, Regensburg 1985. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Bestandteil der mündlichen Abschlussprüfung in Modul 16. (Stoff: "Exegese eines Briefes"). Diplomstudium: Teil des Fachabschlusses "Paulus und Briefe" oder SbL durch mündliche oder schriftliche Prüfung. |
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| 36 Griechische Lektüre Wucherpfennig / Hühne |
L / SK G 1st Mo 14.30 - 15.30 |
| "Mich drängt's den Grundtext aufzuschlagen, mit redlichem Gefühl einmal das heilige Original in mein geliebtes Deutsch zu übertragen" (Faust bei Goethe) Grundlage der Griechichlektüre in diesem Semester sind ausgewählte Texte aus den synoptischen Evangelien (Lukas, Markus und Matthäus). Die griechische Lektüre ist als Ergänzung zu der Vorlesung "Vom Messias erzählen" gedacht und soll mit dem Zugang zu dem griechischen Wortlaut der in der Vorlesung behandelten Texte ein Gefühl für die unterschiedliche Sprache der Synoptiker entwickeln helfen: Lukas 24,13-35; Markus 1-2; Matthäus 16,13-17,20; Matthäus 1-2. | |||
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Teilnahmenachweis | ||
| 37 Neutestamentliches Oberseminar Wucherpfennig / Hühne |
OS A Fr 09.05.2014 (in Mainz) Sa 10.05.2014 (in Mainz) Fr 27.06.2014 (in Sankt Georgen) Sa 28.06.2014 (in Sankt Georgen) Fr 11.07.2014 (in Sankt Georgen) Sa 12.07.2014 (in Sankt Georgen) |
| Das Oberseminar kombiniert die Arbeit an griechischen Texten im Umfeld des Neuen Testaments (in Zusammenarbeit mit Hühne) und das Vorstellen von Problemen und Themen der jeweiligen Abschlussarbeiten. Termine: Freitag, 9. Mai, 16.00 - 18.00 Griechische Lektüre Samstag, 10. Mai, 10.00 - 16.00 Gemeinsames Oberseminar Huber - Schmeller - Wucherpfennig in Mainz Freitag, 27. Juni, 16.00 - 18.00 Griechische Lektüre Samstag, 28. Juni, 10.00 - 12.00 Vortrag Freitag, 11. Juli, 16.00 - 18.00 Griechische Lektüre Samstag, 12. Juli, 10.00 - 12.00 Uhr Frankfurt |
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| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Postgraduales Studium: In Absprache kann ein Leistungsnachweis erworben werden. | ||
| Kirchengeschichte | 40 Grundvollzüge der Kirche in den ersten Jahrhunderten J. Arnold |
V G M9 2st - 3 LP Di 16.15 - 17.45 |
| Grundvollzüge der Kirche in den ersten Jahrhunderten V DAK 2st (dienstags, 16.15-17.45 Uhr) Die christliche Identität entfaltet sich ausgehend vom Osterereignis und seiner Verkündigung, von seiner liturgischen Vergegenwärtigung und seiner Umsetzung in eine entsprechende Lebenspraxis. Die Vorlesung, die sich mit der Entstehung und Entwicklung des kirchlichen Lebens in den ersten Jahrhunderten befasst, hat dementsprechend folgende Schwerpunkte: ● Frühkirchliche Theologie und Verkündigung (die Frage nach der Wahrheit in Auseinandersetzung mit Judentum, Philosophie, heidnischen Religionen, Häresien) ● Frühe Formen des christlichen Gebets und Gottesdienstes; Anfänge des sakramentalen Lebens in der Alten Kirche (Bekehrung – Katechumenat – Taufe; Eucharistie; altkirchliche Bußpraxis) ● Die Praxis christlicher Nächstenliebe in den ersten Jahrhunderten (die Sorge für den Mitchristen; die Sorge für den Mitmenschen) Diese kirchlichen Grundvollzüge sind nicht zuletzt in ihrem Verhältnis zu den entstehenden christlichen Gemeinde- und Ämter-Strukturen zu untersuchen. |
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| Literatur | Ernst Dassmann, Kirchengeschichte I. Ausbreitung, Leben und Lehre der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten (Kohlhammer Studienbücher Theologie; Bd. 10), 3. durchgesehene Auflage, Stuttgart 2012. Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, 2. durchgesehene und erweiterte Auflage, München 2012. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Mündliche Prüfung (im Rahmen von M 9) Diplomstudium: SbL Alte Kirchengeschichte |
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| 41 Geschichte der geistlichen Bewegungen und Orden im Christentum Kessler |
V G M17 2st - 4.5 LP Do 08.45 - 10.20 |
| Religiös-asketische Bewegungen haben in der Geschichte des Christentums zur Entstehung von Gemeinschaften ganz unterschiedlicher Ausrichtung und Typs geführt. Das Spektrum reicht von "gottgeweihter Welthaftigkeit" bis zu eremitischer Kontemplation, von apostolischer Aktivität bis zu absichtsloser Präsenz unter Randgruppen. Die Vorlesung will in synchroner und diachroner Darstellung einen historischen Überblick über die Entwicklungen und die Bedeutung dieser Gemeinschaften vermitteln. Es wird aufgezeigt, wie asketisch motivierte Gruppierungen, die aus religiöser Überzeugung radikal egalitär lebten trotz ihres stellenweise utopisch zu nennenden Willens sich gegen die "Welt" abzuschliessen, gerade diese "Welt" und nicht zuletzt auch Theologie und Kirche beeinflußt und geprägt haben. Die Bandbreite reicht von den monastischen Gründungen der Spätantike über Klöster, Orden und Kongregationen bis zu den sog. neuen Geistlichen Bewegungen (Movimenti) der Gegenwart. Die geschichtlich gewordenen Erscheinungsformen eines Lebens nach den evangelischen Räten werden in ihren Auswirkungen auf Kirchen- und Theologiegeschichte sowie auf die Geschichte der christlichen Frömmigkeit exemplarisch untersucht und analysiert. | |||
| Literatur | Dictionnaire de Spiritualité Ascétique et Mystique. Doctrine et Histoire, 17 Bde., Paris 1932-1995. Dizionario degli Istituti di Perfezione, 10 Bde., Roma 1974-2003. G. Gleba, Klöster und Orden im Mittelalter (Geschichte kompakt), Darmstadt ²2006. A. Grabner-Haider, Die großen Ordensgründer, Wiesbaden 2007. I.W. Frank, Lexikon des Mönchtums und der Orden, Stuttgart 2005. K.S. Frank, Geschichte des christlichen Mönchtums, Darmstadt 6/2010. J.M. Laboa (Hg.), Atlas des Mönchtums, Hamburg 2007. G. Schwaiger - M. Heim, Orden und Klöster. Das christliche Mönchtum in der Geschichte, München ³2008. |
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| Leistungsnachweis | mündliche Prüfung, M17 Kirchengeschichte | ||
| 42 Der Heilige Geist in der Kirche - Zu einer Entwicklungsgeschichte der Pneumatologie Hainthaler |
HS G M15 M23 2st - 4 LP Di 16.15 - 17.45 |
| In diesem Seminar sollen zunächst die prägenden Schriften der patristischen Zeit aus Ost und West exemplarisch gesichtet werden, etwa von Athanasius, Basilius, Didymus, Ambrosius oder Augustinus. Auf dieser Grundlage können dann die lehramtlichen Entscheidungen tiefer erfasst und lebendig werden. In den Symbola der Synoden von Toledo im 7. Jh. wurde die patristische Zeit verdichtet und ans Mittelalter weiter gegeben. In der Konsequenz ergab sich die Filioque-Debatte, die im 9. Jh. unter Photius von Konstantinopel aufbrach. Von der patristischen Basis her lassen sich die Konflikte zwischen Ost und West besser verstehen, und man kann auch Lösungsmöglichkeiten in der Filioque-Frage beurteilen, die u.a. im letzten Jahrzehnt von Systematikern bzw. von ökumenischen Institutionen vorgelegt wurden. |
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| Literatur | W.-D. Hauschild, V. H. Drecoll, Pneumatologie in der Alten Kirche = Traditio christiana 12 (Bern [u.a.] 2004). Y. de Andia, P. L. Hofrichter, Der Heilige Geist im Leben der Kirche. Forscher aus dem Osten und Westen Europas an den Quellen des gemeinsamen Glaubens = Pro Oriente XXIX, Wiener Patristische Tagungen II (Innsbruck, Wien 2005). Didymus der Blinde, Über den Heiligen Geist, Übers. und eingel. von H. J. Sieben = FC 78 (2004). F. Dünzl, Pneuma. Funktionen des theologischen Begriffs in frühchristlicher Literatur = JAC.E 30 (Münster 2000). D. Donnelly (hg.), The holy spirit, the church, and christian unity. Proceedings of the consultation held at the Monastery of Bose, Italy (14 - 20 october 2002) = BETL 181 (Leuven 2005). M. Böhnke, A. E. Kattan, B. Oberdorfer (hgg.), Die Filioque-Kontroverse. Historische, ökumenische und dogmatische Perspektiven 1200 Jahre nach der Aachener Synode = QD 245 (Freiburg, Basel, Wien 2011). Lit. zu einzelnen patrist. Autoren wird im Seminar angegeben. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Durch regelmäßige Mitarbeit in den Sitzungen, Gestaltung eines Themas und schriftliche Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Kirchengeschichte (M15 oder M23) erworben werden. Diplomstudium: Durch regelmäßige Mitarbeit in den Sitzungen, Gestaltung eines Themas und schriftliche Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Alter Kirchengeschichte erworben werden. |
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| 43 Übung zur Vorlesung "Geschichte der geistlichen Bewegungen und Orden im Christentum" Kessler |
Ü G M17 1st - 1.5 LP Do 16.15 - 17.00 |
| Die Vorlesung wird durch begeleitende Lektüre und gemeinsame Kommentierung von unterschiedlichen Regeln und anderen Dokumenten der Ordensgeschichte die Vorlesung "Geschichte der geistlichen Bewegungen und Orden"(M 17) komplementär vertiefen. Es geht darum anhand des Quellenstudiums, eine eigene ordenshistorische Kompetenz zu entwickeln | |||
| Literatur | vgl. Angaben zur Vorlesung bzw. Literaturliste. |
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| Leistungsnachweis | Durch aktive Mitarbeit und das Schreiben eines Essays, der zwar nicht benotet wird, bei Ungenügen jedoch zurückgegeben werden kann, kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung zur Vorlesung (M17) erworben werden. Das Vorliegen dieses Nachweises ist erforderlich, um die volle Zahl der Leistungspunkte von M17 zu erreichen. | ||
| Fundamentaltheologie | 50 Theologie der Religionen Löffler |
V G M14 2st - 3 LP Fr 10.35 - 12.10 |
| Die „Theologie der Religionen“ reflektiert das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen religiösen Traditionen. Zentrale Fragen sind: Ist das Christentum der einzige Weg zum Heil oder kann man auch über andere religiöse Wege zu Gott finden? Hat der Christus-Bund den Abraham-Bund ersetzt oder „nur“ erneuert, so dass Juden auch ohne den Glauben an Christus gerettet werden können? Muss man den Islam als einen gottgewollten Heilsweg betrachten, wenn das kirchliche Lehramt davon spricht, dass die Muslime „mit uns den einen Gott anbeten“ (LG 16)? Können die nichttheistischen Strömungen des Hinduismus und Buddhismus ihre Anhänger zum wahren Ziel des Lebens führen, wenn sie die Existenz eines personalen Gottes leugnen? Welche Rolle kommt der Kirche bei der Vermittlung der Heilsgnade an Nichtchristen zu und inwiefern ist sie für das Heil der Menschen bleibend notwendig (vgl. LG 14)? Stellen Dialog und Mission zwei eigenständige Sendungen der Kirche dar oder ist der Dialog immer schon auf die Verkündigung hingeordnet? Welchen Sinn haben multireligiöse Feiern und wie ist die Tatsache zu bewerten, dass im Westen immer mehr Christen eine religiöse Doppelbeheimatung an den Tag legen? Neben der Behandlung dieser systematischen Fragen wird die Vorlesung auch einen Überblick über die Einstellung der Kirche zu den anderen Religionen im Laufe ihrer 2000jährigen Geschichte nachzeichnen, angefangen von den Aussagen der Heiligen Schrift über Juden und „Heiden“ bis zu den religions-theologischen Entwürfen zeitgenössischer Theologen. Besondere Beachtung wird dabei die richtungsweisende Neuformulierung der Israel- und Religionstheologie des Zweiten Vatikanischen Konzils samt ihrer mittlerweile 50jährigen Rezeptions- und Wirkungsgeschichte finden. |
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| Literatur | ANDREAS RENZ, Die katholische Kirche und der interreligiöse Dialog. 50 Jahre "Nostra aetate". Vorgeschichte, Kommentar, Rezeption. Stuttgart 2014. STEPHAN LEIMGRUBER, Unser Gott – euer Gott? Zürich 2014. JOHN D'ARCY MAY, Buddhologie und Christologie. Unterwegs zu einer kollaborativen Theologie. Innsbruck 2014. ANNETTE MEUTHRATH, Wenn ChristInnen meditieren. Eine empirische Untersuchung über ihre Glaubensvorstellungen und Glaubenspraxis. Münster 2014. REINHOLD BERNHARDT & PERRY SCHMIDT-LEUKEL (Hg.), Interreligiöse Theologie. Chancen und Probleme. Zürich 2013. PATRICK C. HÖRING et al. (Hrsg.), Theologie im Dialog mit der Welt. St. Augustin 2013. ULRICH WINKLER, Wege der Religionstheologie. Von der Erwählung zur komparativen Theologie. Innsbruck 2013. WERNER HÖBSCH, Hereingekommen auf den Markt. Katholische Kirche und Buddhismus in Deutschland. Paderborn 2012. NORBERT HINTERSTEINER (Hg), Thinking the Divine in Interreligious Encounter. 2012 KLAUS VON STOSCH, Komparative Theologie als Wegweiser in der Welt der Religionen. Paderborn 2012. WOLFGANG PFÜLLER, Interreligiöse Perspektiven. Studien zur Religionstheorie und zur komparativen Theologie. Münster 2012. CAROLA ROLOFF et al. (Hrsg.), Buddhismus im Westen. Ein Dialog zwischen Religion und Wissenschaft. Münster 2011. KARL JOSEF BECKER & ILARIA MORALI (Hg.), Catholic Engagement with World Religions. A Comprehensive Study. Maryknoll 2010. CHRISTIAN DANZ, Einführung in die Theologie der Religionen. Wien 2005. EKKEHARD WOHLLEBEN, Die Kirchen und die Religionen. Perspektiven einer ökumenischen Religionstheologie. Göttingen 2004. KATHARINA CEMING, Einheit im Nichts. Die mystische Theologie des Christentums, des Hinduismus und Buddhismus im Vergleich. Augsburg 2004 JOHN HICK, An Interpretation of Religion. Human Responses to the Transcendent. Houndmills 1989. |
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| Leistungsnachweis | Diplomstudium: Teil des Diplomprüfungsstoffes (Thesen 42 und 43). Magisterstudium: M 14 (Das Christentum in seinem Verhältnis zum Judentum und anderen Religionen), Leistungsnachweis durch Kommissionsprüfung (20 min, zusammen mit "Philosophische Gotteslehre") |
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| Dogmatik | 42 Der Heilige Geist in der Kirche - Zu einer Entwicklungsgeschichte der Pneumatologie Hainthaler |
HS G M15 M23 2st - 4 LP Di 16.15 - 17.45 |
| In diesem Seminar sollen zunächst die prägenden Schriften der patristischen Zeit aus Ost und West exemplarisch gesichtet werden, etwa von Athanasius, Basilius, Didymus, Ambrosius oder Augustinus. Auf dieser Grundlage können dann die lehramtlichen Entscheidungen tiefer erfasst und lebendig werden. In den Symbola der Synoden von Toledo im 7. Jh. wurde die patristische Zeit verdichtet und ans Mittelalter weiter gegeben. In der Konsequenz ergab sich die Filioque-Debatte, die im 9. Jh. unter Photius von Konstantinopel aufbrach. Von der patristischen Basis her lassen sich die Konflikte zwischen Ost und West besser verstehen, und man kann auch Lösungsmöglichkeiten in der Filioque-Frage beurteilen, die u.a. im letzten Jahrzehnt von Systematikern bzw. von ökumenischen Institutionen vorgelegt wurden. |
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| Literatur | W.-D. Hauschild, V. H. Drecoll, Pneumatologie in der Alten Kirche = Traditio christiana 12 (Bern [u.a.] 2004). Y. de Andia, P. L. Hofrichter, Der Heilige Geist im Leben der Kirche. Forscher aus dem Osten und Westen Europas an den Quellen des gemeinsamen Glaubens = Pro Oriente XXIX, Wiener Patristische Tagungen II (Innsbruck, Wien 2005). J. Freitag, Geist-Vergessen - Geist-Erinnern. Vladimir Losskys Pneumatologie als Herausforderung westlicher Theologie (Würzburg 1995). B. Stubenrauch, Pneumatologie - die Lehre vom Heiligen Geist (Paderborn 1995). A. Stirnemann, G. Wilflinger, Vom Heiligen Geist, (Innsbruck, Wien 1998). D. Donnelly (hg.), The holy spirit, the church, and christian unity. Proceedings of the consultation held at the Monastery of Bose, Italy (14 - 20 october 2002) = BETL 181 (Leuven 2005). M. Böhnke, A. E. Kattan, B. Oberdorfer (hgg.), Die Filioque-Kontroverse. Historische, ökumenische und dogmatische Perspektiven 1200 Jahre nach der Aachener Synode = QD 245 (Freiburg, Basel, Wien 2011). Lit. zu einzelnen patrist. Autoren wird im Seminar angegeben. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Durch regelmäßige Mitarbeit in den Sitzungen, Gestaltung eines Themas und schriftliche Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Systematischer Theologie (M15 oder M23) erworben werden. Diplomstudium: Durch regelmäßige Mitarbeit in den Sitzungen, Gestaltung eines Themas und schriftliche Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Systematischer Theologie (Dogmatik) erworben werden. |
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| 51 Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte Ansorge / Schneider |
V G M3 2st - 3 LP Mi 09.35 - 11.20 |
| Das Nachdenken über Gott und sein Heilswirken vollzieht sich nicht voraussetzungslos, sondern immer in Relation auf bestehende Begriffsformen und Problemkonstellationen. Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die großen Epochen der Theologiegeschichte, indem sie deren grundlegende und richtungsweisende Fragestellungen und Antwortversuche vorstellt und diskutiert. | |||
| Literatur | Grundlegend: Wolfgang Pauly (Hrsg.), Geschichte der christlichen Theologie, Darmstadt 2008. Ulrich H.J. Körtner / Gregor Maria Hoff (Hg.), Arbeitsbuch Theologiegeschichte: Diskurse. Akteure. Wissensformen, Band 1: 2. bis 15. Jahrhundert, Stuttgart 2012; Band 2: 16. bis Gegenwart, Stuttgart 2013. Alister McGrath, Der Weg der christlichen Theologie. Eine Einführung, München 1997. Michael Schneider, Geschichte der Theologie von der Neuzeit bis zur Gegenwart. Skizzen zu grundlegenden Fragen und Ansätzen in der katholischen Dogmatik, Köln 2011. Vertiefend: Wolf-Dieter Hauschild, Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte, 2 Bde., Gütersloh 1995-1999. Carl Andresen (Hrsg.), Handbuch der Dogmen- und Theologiegeschichte, 3 Bde., Göttingen 1982-198 |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: mündliche Prüfung M3 (Einführung in die großen Epochen der Theologiegeschichte) | ||
| 52 Christologie I Schneider |
V G M8 1st - 3 LP Di 10.35 - 12.10 (bis zum 17.06.2014) |
| In der Zeit bis zum 17. Juni 2014 wird in einer Doppelstunde zunächst Einblick gegeben in die geschichtliche Entfaltung des Traktates der Christologie; danach werden dogmatische Einzelfragen erörtert. | |||
| Literatur | M. Schneider, Christologie. Zu einer Theologie der Mysterien des Lebens Jesu. Teil I, Köln 2010. | ||
| Leistungsnachweis | Leistungsnachweis durch Klausur, M8 Christologie I, zusammen mit Eschatologie und Exegese NT | ||
| 53 Eschatologie Vechtel |
V G M8 2st - 3 LP Mo 10.35 - 12.10 |
| In der katholischen Eschatologie der letzten fünfzig Jahre hat ein wichtiger Perspektivenwechsel stattgefunden: Die Eschatologie informiert nicht über zukünftige Ereignisse und „letzte Dinge“ aus einer Zuschauerperspektive hinaus. Gegenstand der Eschatologie ist vielmehr das Ende im Sinne der Vollendung der Schöpfung, des Menschen und der Geschichte. Trotz dieses Perspektivenwechsels werden viele Fragenstellungen und Themen der Eschatologie kontrovers diskutiert: Kann man überhaupt etwas über das Jenseits „wissen“, wie es bestimmte säkulare Hoffnungskonzepte behaupten? Müssen die biblischen Aussagen über das Ende der Welt nicht völlig uminterpretiert werden? Ist die Seele des Menschen Subjekt der Unsterblichkeit? Vollzieht sich die Vollendung des Menschen im Tod oder an einem anderen „Zeitpunkt“, am „Jüngsten Tag“? Kann Gott den Sündern im Gericht vergeben ohne das Einverständnis der Opfer? Diese und andere Fragen werden in der Vorlesung behandelt. In diesem Zusammenhang werden unterschiedliche Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert. Für einen theologisch begründeten Umgang mit eschatologischen Themen sollen Kriterien erarbeitet und eine Auskunftsfähigkeit zu eschatologischen Fragen ermöglicht werden. | |||
| Literatur | Medard Kehl, Dein Reich komme: Eschatologie als Rechenschaft über unsere Hoffnung, Würzburg 2003. Johanna Rahner, Einführung in die christliche Eschatologie, Freiburg im Breisgau 2010. Hans Kessler, Was kommt nach dem Tod? Kevelaer 2014. Vito Mancuso, Die Seele und ihr Schicksa, München 2013. William J. Hoye, The Emergence of Eternal Life, Cambridge 2013. Jerry L. Walls, Purgatory, The Logic of Total Transformation, Oxford 2012. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Die Vorlesung ist Teil von Modul 8 (Jesus Christus und die Gottesherrschaft) und wird im Rahmen einer Modulklausur geprüft. Diplomstudium: Die Vorlesung ist Stoff der Diplomprüfung (FA systematische Theologie) |
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| 54 Theologie des Geistlichen Lebens Vechtel / Schneider |
V G M9 2st - 4.5 LP Do 10.35 - 12.10 |
| In der ersten Semesterhälfte werden die Grundlagen einer Theologie des geistlichen Lebens erörtert, ebenso wird ein Überblick zu den einzelnen Epochen der Spiritualitätsgeschichte gegeben. | |||
| Literatur | M. Schneider, Theologie als Nachfolge. Zur biographischen Grundstruktur von Theologie und Glaube in Geschichte und Gegenwart, Köln 2001; ders., Geschichte der christlichen Spiritualität. Ein Leitfaden, Köln 2001. | ||
| Leistungsnachweis | Durch Schreiben eines oder mehrerer Essays kann ein Leistungsnachweis zu M9, Theologie des geistlichen Lebens, erworben werden. | ||
| 55 Sakramententheologie Ansorge |
V G M18 1st - 1.5 LP Mi 14.30 - 16.00 (bis zum 11.06.2014) |
| Mit Recht betont der Bonner Dogmatiker Karl-Heinz Menke, dass "Sakramentalität" zugleich "Wesen und Wunde" des Katholischen ist. Das Zweite Vatikanische Konzil begreift die Kirche als Sakrament, aus dem sich die einzelnen Sakramente wie Taufe, Firmung, Eucharistie usw. entfalten. Insofern ist eine theologische Reflexion über die Sakramente unabdingbar. Mit Ausnahme der Eucharistie stellt die Vorlesung die Theologie der Sakramente nach katholischem Verständnis dar. Vorausgeschickt werden Überlegungen zum Begriff des "Sakramentalen" und des "Sakraments", wie er sich symboltheoretisch herleiten und religionsgeschichtlich profilieren lässt. | |||
| Literatur | Peter McGrail, The rite of Christian initiation. Adult rituals and Roman Catholic ecclesiology, Farnham 2013. Eva-Maria Faber, Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 2011. Joseph Ratzinger, Künder des Wortes und Diener eurer Freude. Theologie und Spiritualität des Weihesakramentes, Freiburg (u.a.) 2010. Krzysztof Gasecki, Das Profil des Geistes in den Sakramenten. Pneumatologische Grundlagen der Sakramentenlehre. Darstellung und Reflexionen ausgewählter katholischer Entwürfe (MBTh 66), Münster 2009. Franz Courth, Die Sakramente. Ein Lehrbuch für Studium und Praxis, Freiburg u.a. 1995. Alexandre Ganoczy, Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 3. Aufl. 1991. Günter Koch, Sakramentenlehre - Das Heil aus den Sakramenten, in: Wolfgang Beinert (Hg.), Glaubenszugänge, Bd. 3, Paderborn u.a. 1995, 309-523. Gerhard Ludwig Müller, Katholische Dogmatik, Freiburg u.a. 1995, 628-768. H. Ottmar Meuffels, Kommunikative Sakramententheologie, Freiburg u.a. 1995. Franz-Josef Nocke, Allgemeine/Spezielle Sakramentenlehre, in: Theodor Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik, Bd. 2, Düsseldorf 1992, 188-225. 226-376. Franz-Josef Nocke, Sakramententheologie. Ein Handbuch, Düsseldorf 1997. Herbert Vorgrimler, Sakramententheologie (Leitfaden Theologie) Düsseldorf, 3. Aufl. 1992. Theodor Schneider, Zeichen der Nähe Gottes. Grundriss der Sakramententheologie (Welt der Theologie), Mainz 7. Aufl. 1998. Norbert Scholl, Sakramente - Anspruch und Gestalt, Regensburg 1995. Benedetto Testa, Die Sakramente der Kirche (AMATECTA. Lehrbücher zur katholischen Theologie 9), Paderborn 1997. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium (M18): Teil der mündlichen Abschlussprüfung Diplomstudium: Teil der Fachabschlussprüfung Systematische Theologie (Diplomschlussprüfung) |
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| 56 Ekklesiologie II Ansorge |
V G M18 2st - 3 LP Di 14.30 - 16.00 |
| Nicht zuletzt die Impulse, die Papst Franziskus im ersten Jahr seines Pontifikats gesetzt haben, lassen mit gesteigerter Aufmerksamkeit danach fragen, was "Kirche" im katholischen Verständnis ist, wozu sie dient und welche Gestalt ihr im 21. Jahrhundert angemessen ist. Die Vorlesung behandelt aktuelle Fragestellungen der Ekklesiologie im Licht der Lehrüberlieferung und lotet zeitgemäße Perspektiven aus. | |||
| Literatur | Medard Kehl, Die Kirche. Eine katholische Ekklesiologie, 4. Aufl., Würzburg 1993. Walter Kasper, Katholische Kirche: Wesen, Wirklichkeit, Sendung, Freiburg – Basel – Wien 2011. Karl Heinz Menke, Sakramentalität. Wesen und Wunde des Katholizismus, Regensburg 2012. Georg Kraus, Die Kirche – Gemeinschaft des Heils, Regensburg 2012. Gregor Maria Hoff, Ekklesiologie (Gegenwärtig – Glauben - Denken), Paderborn 2011. Dorothea Sattler, Kirche(n), UTB, Paderborn 2013. Otto-Hermann Pesch, Katholische Dogmatik aus ökumenischer Erfahrung, Bd. 2, Mainz 2010. Achim Buckenmaier, Die sieben Zeichen des Messias. Das eine Volk Gottes als Sakrament für die Welt, Regensburg 2012. Michael Böhnke, Kirche in der Glaubenskrise. Eine pneumatologische Skizze zur Ekklesiologie und zugleich eine theologische Grundlegung des Kirchenrechts, Freiburg u.a. 2013. Eva Harasta, Die Bewahrheitung der Kirchen durch Jesus Christus. Eine christologische Ekklesiologie, Leipzig 2011. Jürgen Werbick, Grundfragen der Ekklesiologie, Freiburg u.a. 2009. Jürgen Werbick, Kirche – ein ekklesiologischer Entwurf für Studium und Praxis, Freiburg – Basel – Wien 1994. Wolfgang Klausnitzer, Kirche, Kirchen und Ökumene, Regensburg 2010. Miguel Garijo-Guembe, Gemeinschaft der Heiligen. Grund, Wesen und Struktur der Kirche, Düsseldorf 1988. Johannes A. von der Ven, Kontextuelle Ekklesiologie, Düsseldorf 1995. Döring, Grundriss der Ekklesiologie. Zentrale Aspekte des katholischen Selbstverständnisses und ihre ökumenische Relevanz, Darmstadt 1986. Jürgen Moltmann, Kirche in der Kraft des Geistes. Ein Beitrag zur messianischen Ekklesiologie, München 1975. Walter Simonis, Die Kirche Christi. Ekklesiologie, Düsseldorf 2005. Miroslav Volf, Trinität und Gemeinschaft. Eine ökumenische Ekklesiologie, Mainz / Neukirchen-Vluyn 1996. Ralf Miggelbrink, Einführung in die Lehre von der Kirche, Darmstadt 2003. Jean Ehret / Erwin Möde (Hg.), Una sancta catholica et apostolica. Einheit und Anspruch des Katholischen, Freiburg u.a. 2009. |
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| Leistungsnachweis | Diplomstudium: Schlussprüfung (Kommission) Magisterstudium: Schlussprüfung M18 (Ekklesiologie II) |
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| 57 Theologische Anthropologie II Schneider |
V G M18 1st - 1.5 LP Mi 08.45 - 09.30 |
| Im zweiten Teil der Vorlesung zur Theologischen Anthropologie wird die kirchliche Erlösungs-, Gnaden- und Rechtfertigungslehre dargestellt und in ihrer Problematik erörtert. | |||
| Literatur | M. Schneider, Theologische Anthropologie I-IV, Köln 2001. | ||
| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Teil der Schlussprüfung | ||
| 58 Armut und Reichtum - Herausforderungen der Kirche Ansorge / Emunds |
HS G M15 M23 2st - 4 LP Mi 16.15 - 17.45 |
| Im Umfeld der Limburger Querelen wurde der Reichtum der deutschen Kirche(n) zu einem Reizthema. Etwa zur gleichen Zeit rief Papst Franziskus die katholische Kirche weltweit dazu auf, zu einer „armen Kirche der Armen“ zu werden. Und sein Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium“ stößt eine Debatte an, ob die Kirche den Reichtum verachte. So rücken Armut und Reichtum derzeit ins Zentrum kirchlicher Aufmerksamkeit. In dem Seminar geht es um eine theologische Selbstvergewisserung. Wie gelingt es, überzeugend Kirche zu sein in einem reichen Land, primär verankert in Mittelschichtmilieus, reichlich ausgestattet mit Finanzmitteln? Wie ist die Kirche in ihrer Identität herausgefordert durch den wachsenden Reichtum in der Gesellschaft und durch Phänomene von Armut und Ausgrenzung? Im Rückgriff auf einzelne biblische, historische und heutige Theologien werden Kategorien herausgearbeitet, die helfen können, die Herausforderung der Kirche durch Armut und Reichtum zu verstehen. Aus diesen Perspektiven heraus wird schließlich auch nach der wirtschaftlichen Praxis der deutschen katholischen Kirche gefragt. | |||
| Literatur | Karl Bosl, Armut Christi. Ideal der Mönche und Ketzer, Ideologie der aufsteigenden Gesellschaftsschichten vom 11. bis 13. Jahrhundert, München 1981. Ignacio Ellacuría, Eine Kirche der Armen. Für ein prophetisches Christentum, Freiburg u.a. 2011. Gustavo Gutiérrez, Nachfolge Jesu und Option für die Armen. Beiträge zur Theologie der Befreiung im Zeitalter der Globalisierung, Fribourg (Ue.) 2009. Bruno Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen und Basel 2013. Elmar Klinger, Armut. Eine Herausforderung Gottes. Der Glaube des Konzils und die Befreiung des Menschen, Zürich 1990. Norbert Lohfink, Lobgesänge der Armen. Studien zum Magnifikat, den Hodajot von Qumran und einigen späten Psalmen (SBS 143), Stuttgart 1990. Christoph Meyns, Kirchenreform und betriebswirtschaftliches Denken: Modelle - Erfahrungen – Alternativen, Gütersloh 2013. Johann Pock u.a. (Hg.), Pastoral und Geld. Theologische, gesellschaftliche und kirchliche Herausforderungen, Münster/Westf. 2011. Markus Schneider, Zwischen Geld und Güte. Finanzmaßnahmen in einer Kirche der Güte: von Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, Münster/Westf. 2001. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Durch die Vorbereitung der Sitzungen (Lektüre), regelmäßige Mitarbeit, ein Referat oder die (Mit-)Gestaltung einer Sitzung und eine schriftliche Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Systematischer Theologie (M15 oder M23) erworben werden. Diplomstudium: Durch die Vorbereitung der Sitzungen (Lektüre), regelmäßige Mitarbeit, ein Referat oder die (Mit-)Gestaltung einer Sitzung und eine schriftliche Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Dogmatik oder Christlicher Gesellschaftsethik erworben werden. |
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| Besondere Hinweise | Das Seminar wird zusammen mit Prof. Dr. Bernhard Emunds durchgeführt. Die Unterlagen für die Lehrveranstaltung werden in Moodle unter der Rubrik "Christliche Gesellschaftsethik" eingestellt. |
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| 59 Oberseminar für Studierende im postgradualen Studium Ansorge / Vechtel |
OS A nach Vereinbarung |
| Doktorandinnen und Doktoranden, Lizenziandinnen und Lizenzianden im Fach Dogmatik, die von PD P. Dr. Klaus Vechtel oder Prof. Dr. Dirk Ansorge begleitet werden, haben im Rahmen des Oberseminars die Möglichkeit, ihre jeweiligen Projekte vorzustellen und gemeinsam darüber zu diskutieren. | |||
| Literatur | Eco, Umberto, Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften (UTB 1512), Heidelberg, 6. Aufl. 1993. Poenicke, Klaus, Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten? Ein Leitfaden vom 1. Studiensemester bis zur Promotion (Duden Taschenbücher 21), Mannheim-Wien-Zürich, 2. Aufl. 1988. Wolfsberger, Judith, Frei geschrieben. Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten, Wien 2007. |
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| Leistungsnachweis | Ein Leistungsnachweis kann nicht erworben werden. | ||
| Besondere Hinweise | Termine: 6. Mai, 3. Juni, 17. Juni, 8. Juli 2014, jeweils 17:00 bis 19:00 Uhr, im Hochschulgebäude. | ||
| Moraltheologie | 60 Politische Ethik Schuster |
V G M20 2st - 4.5 LP Di 08.45 - 10.20 |
| Die öffentlichen Debatten der letzten Jahre um strittige Themen der Bioethik haben auch die Frage aufgeworfen, welche Rolle ethische Positionen der Kirchen im säkularen Staat spielen können und welche nicht. Diese Frage ist während der 90ziger Jahre vor allem in USA intensiv diskutiert worden, doch inzwischen ist diese Debatte auch hierzulande angekommen. Damit ist u.a. auch das spannungsreiche Verhältnis von Politik und Moral wie auch das von Recht und Moral unmittelbar tangiert. Deshalb ist einer angemessenen Verhältnisbestimmung beider Bereiche besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Um eine Lösung des Pluralismusproblems zu finden, ist die Trennung von Fragen der Gerechtigkeit von Fragen des guten Lebens vorgeschlagen worden. Moralische Reflexion im engeren Sinne solle sich auf jene Fragen beschränken, die die gerechte Kooperation von Bürgern, Institutionen und Staaten zum Gegenstand haben. Von Seiten des Kommunitarismus wird die sachliche Berechtigung dieser Trennung bestritten. |
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| Literatur | Literatur John Rawls, Politischer Liberalismus, Frankfurt/M 1998. Walter Schaupp, Gerechtigkeit im Horizont des Guten, Freiburg i.Ue. -Freiburg i.Br. 2003. Franz-Josef Bormann (Hg.), Religiöse Überzeugungen und öffentliche Vernunft. Zur Rolle des Christentums in der pluralistischen Gesellschaft, Freiburg u.a. 2008. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Bestandteil der Schlussprüfung, M20 Politische Ethik Diplomstudium: SbL Spezielle Moral (Politische Ethik) |
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| 61 Einführung in die Theologische Ethik Schuster |
ProS M3 2st Mo 08.45 - 10.20 |
| Anhand von Gruppenarbeit, Kurzreferaten und "Plenumsdiskussion" soll in zentrale Themen und Methoden theologischer Ethik eingeführt werden: Philosophische und theologische Ethik - Was ist gemeinsam, was unterscheidet sie? Grundlegende meta-ethische Positionen: Kognitivismus und Nonkognitivismus; Typen ethischer Argumentation (deontologische, konsequentialistische bzw. teleologische Ansätze, Paränese); andere Theorien normativer Ethik wie Utilitarismus, Diskursethik und Tugendethik, die es ihrerseits jeweils nur im Plural gibt. Das Thema "Heilige Schrift und theologische Ethik" wird eigens thematisiert, obgleich es bei der Erörterung der übrigen Themen stets präsent ist. | |||
| Literatur | Textbuch "Einführung in die Moraltheologie" (zusammengestellt von Patenge/Schuster) |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Durch folgende Leistungen kann ein benoteter Leistungsnachweis in Moraltheologie (M 3) erworben werden: - mündliches Referat zu einem Text (Leitfragen sind vorgegeben); - mündliche Mitarbeit im Proseminar; - 3 kurzen Essays (Notenschnitt). Die Note setzt sich zu je einem Drittel aus den drei angebenen Leistunge |
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| 62 The Role of Culture in Ethical Decisions (zweisprachig: deutsch und englisch) → Anmeldung bitte bis 21.04.2014 per E-Mail an pchummar@gmail.com Chummar Chittilappilly |
HS M15 M23 2st - 4 LP Mo 16.15 - 17.45 Beginn: 05.05.2014 |
| There is a growing understanding of the meaning of the universal nature of the Church, particularly in the so-called ‘developing countries’ in Africa, Asia and Latin America. However, contemporary theologians from these countries are still largely being trained in a theological system that is overwhelmingly western and European. This focus on western, European theology has serious consequences for both students and teachers from countries with a different cultural heritage. They can become estranged from their own cultural theological understanding and therefore prevented from progressing their own indigenous research. In the case of theological ethics this problem is particularly acute. The gap between western ethical principles and those specific to other cultures is often great and difficult to bridge. The ‘Hauptseminar’ will examine the problems relating to the role of culture in ethical decisions and try to derive some solutions to enable an inculturated theological ethics to be developed in a theologian’s own country and living space. |
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| Literatur | Ludwig Siep: Konkrete Ethik: Grundlagen der Natur- und Kulturethik | ||
| Leistungsnachweis | Magisterstudium Theologie: Durch aktive Mitarbeit und das Schreiben einer Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Systematischer Theologie (M15 oder M23) erworben werden. Diplomstudium Theologie: Durch aktive Mitarbeit und das Schreiben einer Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Systematischer Theologie (Spezielle Moraltheologie) erworben werden. Bachelorstudium Philosophie: Durch aktive Mitarbeit, Präsentation eines Themas und das Schreiben einer Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Angewandter Ethik (P9 oder P10) erworben werden. Postgraduales Studium (Lizentiat, Doktorat): Durch eine Seminararbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Systematischer Theologie erworben werden. |
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| Besondere Hinweise | The paper presentations and discussions can be in either German or English | ||
| Christliche Gesellschaftsethik | 58 Armut und Reichtum - Herausforderungen der Kirche Emunds / Ansorge |
HS G M15 M23 2st - 4 LP Mi 16.15 - 17.45 |
| Im Umfeld der Limburger Querelen wurde der Reichtum der deutschen Kirche(n) zu einem Reizthema. Etwa zur gleichen Zeit rief Papst Franziskus die katholische Kirche weltweit dazu auf, zu einer „armen Kirche der Armen“ zu werden. Und sein Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium“ stößt eine Debatte an, ob die Kirche den Reichtum verachte. So rücken Armut und Reichtum derzeit ins Zentrum kirchlicher Aufmerksamkeit. In dem Seminar geht es um eine theologische Selbstvergewisserung. Wie gelingt es, überzeugend Kirche zu sein in einem reichen Land, primär verankert in Mittelschichtmilieus, reichlich ausgestattet mit Finanzmitteln? Wie ist die Kirche in ihrer Identität herausgefordert durch den wachsenden Reichtum in der Gesellschaft und durch Phänomene von Armut und Ausgrenzung? Im Rückgriff auf einzelne biblische, historische und heutige Theologien werden Kategorien herausgearbeitet, die helfen können, die Herausforderung der Kirche durch Armut und Reichtum zu verstehen. Aus diesen Perspektiven heraus wird schließlich auch nach der wirtschaftlichen Praxis der deutschen katholischen Kirche gefragt. | |||
| Literatur | Karl Bosl, Armut Christi. Ideal der Mönche und Ketzer, Ideologie der aufsteigenden Gesellschaftsschichten vom 11. bis 13. Jahrhundert, München 1981. Ignacio Ellacuría, Eine Kirche der Armen. Für ein prophetisches Christentum, Freiburg / Br. u.a. 2011. Gustavo Gutiérrez, Nachfolge Jesu und Option für die Armen. Beiträge zur Theologie der Befreiung im Zeitalter der Globalisierung, Fribourg (Ue.) 2009. Bruno Kern, Theologie der Befreiung, Tübingen und Basel 2013. Elmar Klinger, Armut. Eine Herausforderung Gottes. Der Glaube des Konzils und die Befreiung des Menschen, Zürich 1990. Norbert Lohfink, Lobgesänge der Armen. Studien zum Magnifikat, den Hodajot von Qumran und einigen späten Psalmen (SBS 143), Stuttgart 1990. Christoph Meyns, Kirchenreform und betriebswirtschaftliches Denken: Modelle - Erfahrungen – Alternativen, Gütersloh 2013. Johann Pock u.a. (Hg.), Pastoral und Geld. Theologische, gesellschaftliche und kirchliche Herausforderungen, Münster/Westf. 2011. Markus Schneider, Zwischen Geld und Güte. Finanzmaßnahmen in einer Kirche der Güte: von Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, Münster/Westf. 2001. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Durch die Vorbereitung der Sitzungen (Lektüre), regelmäßige Mitarbeit, ein Referat oder die (Mit-)Gestaltung einer Sitzung und eine schriftliche Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Systematischer Theologie (M15 oder M23) erworben werden. Diplomstudium: Durch die Vorbereitung der Sitzungen (Lektüre), regelmäßige Mitarbeit, ein Referat oder die (Mit-)Gestaltung einer Sitzung und eine schriftliche Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Dogmatik oder Christlicher Gesellschaftsethik erworben werden. |
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| 64 Politische Theologien Emunds |
V G M20 1st - 1.5 LP Fr 10.35 - 12.10 (ab dem 13.06.2014) |
| Hat der christliche Glaube unter den Bedingungen einer modernen Gesellschaft eine politische Dimension? Worin besteht diese bzw. wie kann sie überzeugend auf den Punkt gebracht werden? Die Vorlesung bietet eine Einführung in nachkonziliare Politische Theologien. Dazu wird in jeder der sechs Doppelstunden ein Ansatz der Politischen Theologie vorgestellt. | |||
| Literatur | Bauer, Christian (2011) Ortswechsel der Theologie: M.-Dominique Chenu im Kontext seiner Programmschrift „Une école de théologie: Le Saulchoir“, Berlin u.a. Duquoc, Christian (1987): Libération et progressisme Un dialogue théologique entre l'Amérique latine et l'Europe, Paris. Hartlieb, Elisabeth, und Stefanie Schäfer-Bossert (Hg.) (2012): Feministische Theologie – Politische Theologie. Entwicklungen und Perspektiven, Sulzbach. Johnson, Elizabeth A. (2011): Quest for the Living God, New York. Kern, Bruno (2013): Theologie der Befreiung, Tübingen und Basel. Nutt, Aurica (2011): Gott, Geschlecht und Leiden. Die feministische Theologie Elizabeth A. Johnsons im Vergleich mit den Theologien David Tracys und Mary Dalys, Berlin. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium (M20): Der Stoff der Vorlesung ist Teil der Schlussprüfung. |
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| 65 Einführung in die Christliche Gesellschaftsethik Emunds |
ProS M3 1st - 1.5 LP Mo 14.30 - 16.00 (bis zum 16.06.2014) |
| Das Proseminar führt in die Perspektive sowie in grundlegende Begriffe und Methoden der Christlichen Gesellschaftsethik ein. Das geschieht anhand der aktuellen Nahrungsmittelkrise und der ethischen Debatten über ein Recht auf Nahrung. Anhand dieses Beispiels erarbeiten sich die Seminarteilnehmer/-innen und die Lehrenden gemeinsam ein Verständnis des Zusammenhangs von Glauben und politischem Engagement und des Verhältnisses von säkularer und theologischer Ethik. | |||
| Literatur | Bleisch, Barbara (2010): Pflichten auf Distanz. Weltarmut und individuelle Verantwortung, Berlin. Haas, Hans-Dieter, Simon Martin Neumair und Dieter Matthew Schlesinger (2012): Internationale Wirtschaft. Unternehmen und Weltwirtschaftsraum im Globalisierungsprozess, München. Klimenta, Harald u.a.(2014): Die Freihandelsfalle. Transatlantische Industriepolitik ohne Bürgerbeteiligung – das TTIP, Hamburg. Lemke, Harald (2012): Politik des Essens. Wovon die Welt von morgen lebt, Bielefeld. Mieth, Corinna (2012): Positive Pflichten. Über das Verhältnis von Hilfe und Gerechtigkeit in Bezug auf das Weltarmutsproblem, Berlin. Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ (2012): Den Hunger bekämpfen. Unsere gemeinsame Verantwortung für das Menschenrecht auf Nahrung. Herausgegeben von der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2012. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: M3 (Einführung in die Christliche Gesellschaftsethik), Leistungsnachweis durch aktive Teilnahme, Präsentation und Ausarbeitung eines Seminarthemas. | ||
| 66 Ethik der Migration Emunds |
L G M20 1st - 3 LP Fr 10.35 - 12.10 (bis zum 06.06.2014) |
| Im Zentrum des Lektürekurses steht die Auseinandersetzung mit dem Buch „Die Rechte der Anderen“, in dem Seyla Benhabib Fragen des Rechtes auf Zugehörigkeit zu einem Staat und Probleme der Verteilungsgerechtigkeit aus der Perspektive einer kosmopolitischen Ethik beleuchtet. Die Lektüre dieses philosophisch-ethischen Buchs wird ergänzt durch Rückfragen nach aktuellen Problemlagen und nach Konvergenzen zwischen der Benhabibschen Ethik und theologischen Positionen. | |||
| Literatur | Benhabib (2008): Die Rechte der Anderen. Ausländer, Migranten, Bürger, Frankfurt/Main. Cheneval (2002): Philosophie in weltbürgerlicher Bedeutung. Über die Entstehung und die philosophischen Grundlagen des supranationalen und kosmopolitischen Denkens der Moderne, Basel. Köhler (2006): Soziologie des Neuen Kosmopolitismus, Wiesbaden. Marschke/Brinkmann (2014): Handbuch Migrationsarbeit, 2. Aufl., Wiesbaden. |
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| Leistungsnachweis | Magistersuidum (M20 Internationale Ethik): Erwerb des Leistungsnachweises durch wöchentliche Lektüre und Vorbereitung der Seminarsitzung sowie durch die Übernahme eines Impulsreferates. | ||
| 67 Aktuelle Themen der Christlichen Gesellschaftsethik → Anmeldung bitte per E-Mail an nbi@sankt-georgen.de Emunds / Hengsbach |
Koll AG 1st 22.-23.09.2014 |
| Thema des Kolloquiums ist in diesem Semester die feministische Arbeitsforschung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen sich wechselseitig neuere Veröffentlichungen zu diesem Thema vor. Durch die Referate und die Diskussionen, in denen die Beiträge fachlich eingeordnet werden, erarbeiten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam einen - natürlich nur unvollständigen - Überblick über die aktuelle feministische Diskussion zum Thema "Arbeit". Alle interessierten Studierenden der Hochschule sind zu diesem Kolloquium eingeladen. |
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| Literatur | Aulenbacher/Riegraf (2012): Arbeit. Perspektiven und Diagnosen der Geschlechterforschung, 2. Aufl., Münster/Westf. Baatz/Rudolph/Satilmis (2004): Hauptsache Arbeit?! Feministische Perspektiven auf den Wandel von Arbeit, Münster/Westf. Böhle/Voß/Wachtler (2010): Handbuch Arbeitssoziologie, Wiesbaden. Brabandt/Roß/Zwingel (2008): Mehrheit am Rand? Geschlechterverhältnisse, globale Ungleichheit und transnationale Handlungsansätze, Wiesbaden. Janczyk (2009): Arbeit und Leben: Eine spannungsreiche Ko-Konstitution. Zur Revision zeitgenössischer Konzepte der Arbeitsforschung, Münster/Westf. |
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| Leistungsnachweis | Aufbaustudierende können bei Teilnahme an diesem Kolloquium und an dem gemeinsam mit Prof. Kruip und Prof. Möhring-Hesse veranstalteten Oberseminar einen Leistungsnachweis (HS) erwerben (Voraussetzung: Hausarbeit). | ||
| 68 Aktuelle Forschungen in der Christlichen Gesellschaftsethik → Anmeldung bitte per E-Mail an nbi@sankt-georgen.de Emunds / Kruip / Möhring-Hesse |
OS AG 1st 19.09.2014 |
| In dem Oberseminar, das gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhard Kruip und Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse von den Universitäten Mainz und Tübingen durchgeführt wird, stellen Aufbaustudenten ihre Lizentiats- oder Doktoratsarbeiten zur Diskussion. | |||
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Aufbaustudierende können bei Teilnahme an diesem Oberseminar und am Kolloquium ("Feminische Arbeitsforschung") einen Leistungsnachweis (HS) erwerben (Voraussetzung: Hausarbeit). | ||
| Pastoraltheologie | 70 Grundriss der Pastoraltheologie → Anmeldung bitte bis zum 28.04.2014 per E-Mail an hoyer@sankt-georgen.de Hoyer |
V G M4 1st - 1.5 LP Do 16.15 - 17.45 Termine: 08.05., 15.05., 22.05., 05.06., 03.07. und 10.07.2014 |
| Die Pastoraltheologie hat die Aufgabe, die Aufgaben der Kirche in den Lebenssituationen der jeweiligen Zeit zu entdecken, zu klären, wie Kirche ihre Aufgaben in den Kontexten, in denen sie sich befindet, erfüllen kann und soll, und immer wieder neu zu bestimmen, wo Kirche sich befindet. Grundlage dafür ist die Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) der Katholischen Kirche sieht alle getauften und gefirmten Gläubigen als Basis der Pastoral der Kirche. Aber nicht nur der Personenkreis der Pastoral erweitert sich, sondern auch der Inhalt: pastorales Handeln beinhaltet nicht nur Verkündigung und Gottesdienst, sondern alle Bereiche der Nächstenliebe und der Diakonie. Pastoral und Pastoraltheologie werden verpflichtet, sich den Lebenssituationen der Menschen auszusetzen, sich verletzbar zu machen. Die Vorlesung befasst sich mit pastoraltheologischen Grundbegriffen, Arbeitsweisen und Entwicklungen. | |||
| Literatur | BUCHER, Rainer, Theologie im Risiko der Gegenwart. Studien zur kenotischen Existenz der Pastoraltheologie zwischen Universität, Kirche und Gesellschaft, Stuttgart 2010. FUCHS, Ottmar, Glaubenspastoral zwischen Innen- und Außen. Gnadentheologische Überlegungen zum Weltdienst der Kirche, in: Jan-Heiner Tück (Hg.), Erinnerung an die Zukunft. Das Zweite Vatikanische Konzil, Freiburg i. B. 2012, 493-536 HOYER, Birgit, Seelsorge auf dem Land. Räume verletzbarer Theologie, Stuttgart 2011. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium, M4 Pastoraltheologie: Verfassen von zwei vorlesungsbegleitenden Essays | ||
| Besondere Hinweise | . | ||
| 71 Vom Zweiten Vatikanischen Konzil bis Evangelii gaudium. Das Evangelisierungsparadigma in der missionstheologischen Diskussion Sievernich / Klapczynski |
HS 2st - 4 LP Mo 16.15 - 17.45 |
| Binnen weniger Jahrzehnte hat sich der im katholischen Raum zuvor weitgehend ungebräuchliche Begriff der „Evangelisierung“ als theologisches Leitwort durchgesetzt. Fand die Vokabel noch in der dogmatischen Konstitution „Lumen gentium“ des Zweiten Vatikanischen Konzils nur zaghafte Verwendung, so avancierte sie unter Paul VI., Johannes Paul II. und zuletzt auch unter Papst Franziskus zur zentralen pastoralen Losung. Einem kritischen Blick kann indes nicht entgehen, dass der Evangelisierungsbegriff seine sprachliche Blitzkarriere vor allem einem doppelten kirchlichen Unbehagen verdankt. Er ist einerseits Ausdruck eines wachsenden Krisenbewusstseins angesichts vielfältiger, offenbar ständig sich beschleunigender Säkularisierungsprozesse, wie sie für die Moderne kennzeichnend sind. Er dokumentiert andererseits eine deutlich erhöhte Sensibilität für die historischen Belastungen, unter denen der bis dahin üblichere Missionsbegriff bis heute leidet. Freilich erwies sich auch das Evangelisierungsparadigma rasch als ein deutungsoffenes Schlagwort von struktureller Ambivalenz. Das Hauptseminar möchte klären helfen, ob und inwiefern die Rede von der Evangelisierung geeignet war und ist, um auf neue Fragen neue Antworten zu geben. Ausgehend vom Zweiten Vatikanischen Konzil soll dazu auf unterschiedlichen weltkirchlichen Ebenen die Rezeption des Evangelisierungsparadigmas durch das kirchliche Lehramt einerseits und im theologischen Diskurs andererseits rekonstruiert werden. Anhand ausgewählter Themenfelder (Dialog, Inkulturation, Freiheit/Befreiung) werden die daraus gewonnenen Erkenntnisse sodann aktualisierend erprobt. |
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| Literatur | Einführende Lit.: Michael Sievernich, Neue Evangelisierung in der späten Moderne. Zu einem Leitbegriff gegenwärtiger Pastoral, in: Lebendiges Zeugnis 56 (2001) 165–175. | ||
| Leistungsnachweis | Im Magisterstudium kann der Nachweis über ein Hauptseminar in Systematischer Theologie (Fundamentaltheologie) (M15 und M 23), im Diplomstudium der Nachweis über ein Hauptseminar in Praktischer Theologie (Pastoraltheologie) erworben werden. Der Leistungsnachweis wird erbracht durch aktive Teilnahme an den Sitzungen einschließlich vorbereitender Lektüre, die Gestaltung einer Seminarsitzung sowie die Erstellung einer Seminararbeit. | ||
| Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik | 73 Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik Kießling |
HS 2st Mi 16.15 - 17.45 |
| Die Lehrveranstaltung will mit zentralen Fragen zeitgenössischer Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik vertraut machen. Angesichts der Breite des damit gegebenen inhaltlichen Spektrums konzentriert sich das Seminar auf das Kindesalter – unter Verweis auf Mk 10,15: „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind …“. Zu den Seminarthemen gehören: ● Religionspädagogik: Verortung im Fächerkanon Praktischer Theologie ● Kindertheologie: Entwicklung in Stufen und / oder in Mustern ● Katechetik: Wege der Initiation ● Didaktik: Religionsunterricht in der Grundschule ● Interdisziplinarität: Religionspädagogik zwischen Pädagogik und Theologie Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer lernen Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik kennen und entwickeln in der Auseinandersetzung damit ihre je eigene Position. |
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| Literatur | Boschki, Reinhold, Kießling, Klaus, Kohler-Spiegel, Helga, Scheidler, Monika & Schreijäck, Thomas (Hrsg.), Religionspädagogische Grundoptionen. Elemente gelingender Glaubenskommunikation, Freiburg i.Br. 2008. | ||
| Leistungsnachweis | s. besondere Hinweise | ||
| Besondere Hinweise | In einer Online-Befragung an unserer Hochschule äußerten Studierende vielfach den Wunsch, mehr als bisher aus der laufenden Forschung zu erfahren. Zudem brachten sie den Bedarf nach Gelegenheiten vor, in Seminaren das Präsentieren einschlägiger Stoffe einzuüben und in diesen Lernprozessen Unterstützung zu erfahren. Auf diesen zentralen Resultaten der Evaluation basiert die Entscheidung, anstelle der im Lehrangebotsplan vorgesehenen Vorlesung ein Seminar anzubieten, das in seiner Konzeption diesen Rückmeldungen zu entsprechen sucht. Wie bisher wird es Diplomstudierenden möglich sein, sich unabhängig vom Besuch einer Vorlesung oder dieses Seminars anhand der jeweils geltenden Liste der Inhalte der mündlichen Prüfung auf den Fachabschluss vorzubereiten. Als Alternative dazu versteht sich das Angebot dieses Seminars, das Präsentationen im Rahmen einzelner Sitzungen sowie deren inhaltliche und didaktische Vor- und Nachbereitung mit dem Seminarleiter vorsieht. Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließen das Seminar mit der mündlichen Prüfung zum Fachabschluss ab, dank ihrer Mitarbeit im Seminar (deren Bewertung in die Fachabschlussnote Eingang finden wird) jedoch zu einem im Vergleich mit der derzeit geltenden Liste deutlich reduzierten Stoffumfang. Diese Angaben gelten im Rahmen der Diplom-Prüfungsordnung. Zum Fachabschluss gehören zwei Lehrveranstaltungen: 1. „Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik“ (im Lehrangebotsplan unter der Bezeichnung „Religionspädagogik in Theorie und Praxis“): Der erfolgreiche Besuch dieser Veranstaltung, die ich in jedem Sommersemester anbiete, ermöglicht Studierenden, die Inhalte der mündlichen Prüfung auf zwei von fünf Bereichen zu reduzieren. Wer jedoch alle fünf Bereiche für die mündliche Prüfung vorbereitet, ist zum Besuch dieser Lehrveranstaltung nicht verpflichtet. 2. „Religionsdidaktik“ (im Lehrangebotsplan unter der Bezeichnung „Katechetik und Didaktik“): Diese Veranstaltung findet in jedem Wintersemester statt. Wer keinen Beruf im Bistum Limburg anstrebt, kann eine Alternative wählen, sofern diese in die jeweilige Studienplanung passt; dazu empfiehlt es sich, frühzeitig mit mir Rücksprache zu halten. verpflichtende Vorbesprechung zur Koordination von Hauptseminar (DPO) und Proseminar (MPO) sowie Beginn: Mittwoch, 7. Mai 2014, 16.15 Uhr. |
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| 74 Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik Kießling / Fröhling |
ProS M4 1st Mi 16.15 - 17.45 Termine Kießling: 07.05., 28.05., 04.06., 11.06., 18.06. Termine Fröhling: 07.05., 28.05., 04.06., 25.06., 02.07. |
| Die Lehrveranstaltung will mit zentralen Fragen zeitgenössischer Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik vertraut machen. Angesichts der Breite des damit gegebenen inhaltlichen Spektrums konzentriert sich das Seminar auf das Kindesalter – unter Verweis auf Mk 10,15: „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind …“. Zu den Seminarthemen gehören: ● Religionspädagogik: Verortung im Fächerkanon Praktischer Theologie ● Kindertheologie: Entwicklung in Stufen und / oder in Mustern ● Katechetik: Wege der Initiation ● Didaktik: Religionsunterricht in der Grundschule Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer lernen Grundoptionen zukunftsfähiger Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik kennen und entwickeln in der Auseinandersetzung damit ihre je eigene Position. |
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| Literatur | Boschki, Reinhold, Kießling, Klaus, Kohler-Spiegel, Helga, Scheidler, Monika & Schreijäck, Thomas (Hrsg.), Religionspädagogische Grundoptionen. Elemente gelingender Glaubenskommunikation, Freiburg i.Br. 2008. | ||
| Leistungsnachweis | Magisterstudium: durch aktive Teilnahme und Präsentation (im Bedarfsfall alternativ zur Präsentation: mündliche Prüfung) kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme erworben werden. | ||
| Besondere Hinweise | verpflichtende Vorbesprechung zur Koordination von Proseminar (MPO) und Hauptseminar (DPO) sowie Beginn: Mittwoch, 7. Mai 2014, 16.15 Uhr. Veranstaltungstermine: Kießling: 07.05. / 28.05. / 04.06. / 11.06. / 18.06. Fröhling: 07.05. / 28.05. / 04.06. / 25.06. / 02.07. |
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| 75 Wenn die Kirche zur Schule geht - Grundlagen heutiger Schulpastoral und Schulseelsorge → Anmeldung bitte bis zum 28.04.2014 per E-Mail an hoyer@sankt-georgen.de Hoyer |
HS M15 M23 2st - 4 LP Sa 10.05.2014, 14.00 - 21.00 Fr 06.06.2014, 15.00 - 2.00 Sa 07.06.2014, 09.00 - 17.00 |
| Schulpastoral lebt nicht in zentral erarbeiteten und einheitlichen Konzepten, sondern aus dem Engagement von Christen unterschiedlicher Profession am jeweiligen Ort Schule. Die deutschen Bischöfe sehen darin die Kultivierung des Schullebens durch Christen aus ihrer Glaubensüberzeugung heraus, die Schule als einen Ort verstehen, um gelebtem Glauben Ausdruck zu verleihen und am Sendungsauftrag der Kirche teilzuhaben. Dieses Engagement, das in vielfältigen Formen innerhalb und außerhalb des Unterrichts geschieht, wird zusammenfassend als „Schulpastoral“ bezeichnet und ist Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule. Ziel dieses Engagements ist „Menschwerdung in Solidarität“. Das Seminar beschäftigt sich mit konkreten Beispielen von Schulpastoral, fragt nach den Lebenssituationen und aktuellen Bedarfen von SchülerInnen und Lehrkräften und nimmt die Wirkungen von Schulpastoral auf Kirche in den Blick. | |||
| Literatur | Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.), Schulpastoral – der Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule, Kommission für Erziehung und Schule 16, 22. Januar 1996 http://www.dbk-shop.de/de/Deutsche-Bischofskonferenz/Die-deutschen-Bischoefe/Erklaerungen-der-Kommissionen/Schulpastoral-.html Bischöfliches Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Hrsg.), Kirche und Schule im Kontakt – eine Handreichung 2, 9/2009. http://www.bdkj.info/fachstellen/jugendarbeit-schule/kirche-und-schule/ |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Durch aktive Teilnahme und Verfassen einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Praktischer Theologie (M15 oder M23) erworben werden. Diplomstudium: Durch aktive Teilnahme und Verfassen einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Praktischer Theologie (nicht stoffvermindernd einsetzbar) erworben werden. |
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| Besondere Hinweise | Anmeldung bitte bis zum 28.04.2014 per E-Mail an hoyer@sankt-georgen.de | ||
| 76 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess III → Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt, eine Anmeldung ist daher erforderlich, s. kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Kießling |
OS A 2st Fr 23.05.2014, 14.00 - 21.00 Sa 24.05.2014, 09.00 - 16.00 Weitere Termine nach Vereinbarung |
| In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber … haben alle Einzelwirklichkeiten … ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen … durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht. Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen … als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern. Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt? Zu den Teilnahmebedingungen gehören (1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind, (2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen, (3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie (4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar. Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat oder ein Doktorat anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 28. April 2014 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben. Termine: Freitag, 23. Mai 2014, 14 – 21 Uhr, und Samstag, 24. Mai 2014, 9 – 16 Uhr. |
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| Literatur | Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89 – 103. Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104 – 112. Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67 – 87. für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117 – 278. für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238 – 342. |
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| Leistungsnachweis | Poastgraduales Studium: Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität. | ||
| Pastoralpsychologie und Spiritualität | 75 Wenn die Kirche zur Schule geht - Grundlagen heutiger Schulpastoral und Schulseelsorge → Anmeldung bitte bis zum 28.04.2014 per E-Mail an hoyer@sankt-georgen.de Hoyer |
HS A M15 M23 2st - 4 LP Sa 10.05.2014, 14.00 - 21.00 Fr 06.06.2014, 15.00 - 2.00 Sa 07.06.2014, 09.00 - 17.00 |
| Schulpastoral lebt nicht in zentral erarbeiteten und einheitlichen Konzepten, sondern aus dem Engagement von Christen unterschiedlicher Profession am jeweiligen Ort Schule. Die deutschen Bischöfe sehen darin die Kultivierung des Schullebens durch Christen aus ihrer Glaubensüberzeugung heraus, die Schule als einen Ort verstehen, um gelebtem Glauben Ausdruck zu verleihen und am Sendungsauftrag der Kirche teilzuhaben. Dieses Engagement, das in vielfältigen Formen innerhalb und außerhalb des Unterrichts geschieht, wird zusammenfassend als „Schulpastoral“ bezeichnet und ist Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule. Ziel dieses Engagements ist „Menschwerdung in Solidarität“. Das Seminar beschäftigt sich mit konkreten Beispielen von Schulpastoral, fragt nach den Lebenssituationen und aktuellen Bedarfen von SchülerInnen und Lehrkräften und nimmt die Wirkungen von Schulpastoral auf Kirche in den Blick. | |||
| Literatur | Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.), Schulpastoral – der Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule, Kommission für Erziehung und Schule 16, 22. Januar 1996 http://www.dbk-shop.de/de/Deutsche-Bischofskonferenz/Die-deutschen-Bischoefe/Erklaerungen-der-Kommissionen/Schulpastoral-.html Bischöfliches Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Hrsg.), Kirche und Schule im Kontakt – eine Handreichung 2, 9/2009. http://www.bdkj.info/fachstellen/jugendarbeit-schule/kirche-und-schule/ |
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| Leistungsnachweis | Postgraduales Studium: Durch aktive Teilnahme und Verfassen einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Praktischer Theologie erworben werden. Diplomstudium: Durch aktive Teilnahme und Verfassen einer Hausarbeit kann ein Nachweis über ein Hauptseminar in Praktischer Theologie (nicht stoffvermindernd einsetzbar) erworben werden. |
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| Besondere Hinweise | Anmeldung bitte bis zum 28.04.2014 per E-Mail an hoyer@sankt-georgen.de | ||
| 76 Praktisch-theologische Theoriebildung als interdisziplinärer Prozess III → Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt, eine Anmeldung ist daher erforderlich, s. kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Kießling |
OS A 2st Fr 23.05.2014, 14.00 - 21.00 Sa 24.05.2014, 09.00 - 16.00 Weitere Termine nach Vereinbarung |
| In der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es unmissverständlich: „Durch ihr Geschaffensein selber … haben alle Einzelwirklichkeiten … ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen, die der Mensch unter Anerkennung der den einzelnen Wissenschaften und Techniken eigenen Methode achten muss.“ (GS 36) Und ganz ausdrücklich sollen in der Seelsorge „nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet“ (GS 62) werden. Auch die „Grundsätze christlicher Erziehung sollen … durch die neueren Erkenntnisse einer gesunden Psychologie und Pädagogik ergänzt werden“ (OT 11), wobei das Dekret „Optatam totius“ über die Ausbildung der Priester allerdings offen lässt, was eine Psychologie oder eine Pädagogik zu einer gesunden macht. Einen Wink gibt Karl Rahner mit seiner Forderung, dass Wissenschaften, „sowohl wo sie empirisch feststellen … als auch wo sie normativ werden, sich von der Theologie hinsichtlich des sie bestimmenden Menschenbildes kritisch befragen lassen sollen“ (a.a.O., 102). Rahner geht davon aus, dass trotz des Pluralismus der auf Autonomie bedachten Wissenschaften zu jeder von ihnen – uneingestanden und doch für sie selbst lebensnotwendig – ein Verweis auf „das gemeinsam Humane“ (a.a.O., 93) gehöre, welches in jeder Wissenschaft walte, aber von ihr selbst nicht verwaltet werde – und das interdisziplinäre Gespräch letztlich trage. Dieses ist also sowohl auf solche Kriterien angewiesen, die den Eigenstand der daran beteiligten Wissenschaften sichern, als auch auf Kriterien, die ihre Beziehungen und ihren Austausch fördern. Welche Kriterien können ein Gespräch von zueinander eigenständigen Wissenschaften begünstigen, so dass ein interdisziplinärer Prozess in Gang und praktisch-theologischer Theoriebildung zugute kommt? Zu den Teilnahmebedingungen gehören (1) das Interesse an wissenschaftstheoretischen Fragen, mit denen sich auseinanderzusetzen praktisch-theologische Disziplinen herausgefordert sind, (2) die Bereitschaft, sich exemplarisch einer laufenden praktisch-theologischen Forschungsarbeit zu widmen und diese kritisch-konstruktiv daraufhin zu prüfen, ob damit interdisziplinäre Prozesse einhergehen, die praktisch-theologischer Theoriebildung dienen, (3) die Chance, eigene Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen und auf diese Weise vorantreiben zu können, sowie (4) die Teilnahme am gesamten Oberseminar. Das Oberseminar richtet sich an Studierende, die ein Lizentiat oder ein Doktorat anstreben. Eine persönliche Anmeldung – schriftlich oder mündlich – ist bis spätestens 28. April 2014 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht bereits an einem Oberseminar teilgenommen haben. Termine: Freitag, 23. Mai 2014, 14 – 21 Uhr, und Samstag, 24. Mai 2014, 9 – 16 Uhr. |
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| Literatur | Rahner, Karl, Die Theologie im interdisziplinären Gespräch der Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 89 – 103. Rahner, Karl, Zum Verhältnis zwischen Theologie und heutigen Wissenschaften, in: ders., Schriften zur Theologie, Bd. 10, Zürich – Einsiedeln – Köln 1972, 104 – 112. Kießling, Klaus, Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie, in: Reinhold Boschki & Matthias Gronover (Hrsg.), Junge Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik (Tübinger Perspektiven zur Pastoraltheologie und Religionspädagogik; Bd. 31), Münster 2008, 67 – 87. für Pastoralpsychologie und Spiritualität: Kießling, Klaus, Seelsorge bei Seelenfinsternis. Depressive Anfechtung als Provokation diakonischer Mystagogie, Freiburg i.Br. 2002, 117 – 278. für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik: Kießling, Klaus, Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Bd. 16), Nachauflage, Ostfildern 2004, 238 – 342. |
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| Leistungsnachweis | Postgraduales Studium: Ein qualifizierter Leistungsnachweis kann erworben werden – je nach persönlicher Schwerpunktsetzung sowohl für Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik als auch für Pastoralpsychologie und Spiritualität. | ||
| 77 Einführung in die Psychologie. Grundwissen für Theologie und Praxis → Anmeldung bitte bis spätestens 28.04.2014 per E-Mail an strunk@sankt-georgen.de Kießling / Strunk |
HS AG 2st Mi 14.30 - 16.00 Termine: 30.04., 14.05., 21.05., 28.05., 04.06., 18.06. Sa 12.07.2014, 09.00 - 16.00 |
| „In der Seelsorge sollen nicht nur die theologischen Prinzipien, sondern auch die Ergebnisse der profanen Wissenschaften, vor allem der Psychologie und der Soziologie, wirklich beachtet und angewendet werden, so dass auch die Laien zu einem reineren und reiferen Glaubensleben kommen.“ (GS 62) Die Botschaft des Zweiten Vatikanischen Konzils scheint klar: Eine Theologie, die den Menschen ihrer Zeit gerecht werden, Glaubensleben fördern und Glaubensvermittlung zeitgemäß betreiben will, tut gut daran, insbesondere mit den Human- und Sozialwissenschaften dieser Zeit in Dialog zu treten. Auch das meint „Verheutigung“. Dieses Unterfangen ist spannend wie spannungsreich: gerade dann, wenn sich Paradigmen und Inhalte der beteiligten Wissenschaften, z.B. der Psychologie, für die Theologie als nicht unmittelbar anschlussfähig bzw. deckungsgleich erweisen. Gleichwohl ist es im Interesse einer echten Begegnung unabdingbar, dass beide hier als eigenständige Dialogpartner vorkommen und vom je anderen nicht nur das wahrgenommen wird, was auf den ersten Blick „brauchbar“ erscheint. Diese Einsicht liegt dem Hauptseminar zugrunde, das angehenden bzw. ausgebildeten TheologInnen und SeelsorgerInnen die Möglichkeit bieten will, den psychologischen Fächerkanon, zentrale Perspektiven, Inhalte und Methoden der Psychologie kennenzulernen: z.B. in der Geschichte der Psychologie, in Allgemeiner Psychologie, Sozial-, Persönlichkeits- und Entwicklungspsychologie, Klinischer Psychologie und Psychotherapie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Religionspsychologie sowie qualitativer und quantitativer Forschungsmethodik. Seitenblicke auf pastorale Anknüpfungs- oder Reibungspunkte und mögliche Implikationen sind dabei an geeigneten Stellen intendiert und erwünscht. |
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| Literatur | - Klaus Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis (Praktische Theologie im Dialog), Freiburg 2002. - Walter Rebell, Psychologisches Grundwissen. Ein Handbuch für Theologinnen und Theologen, Neukirchen-Vluyn 2008. - Philip G. Zimbardo & Richard J. Gerrig, Psychologie, München 182008. |
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| Leistungsnachweis | Für den Erwerb eines Leistungsnachweises im Rahmen von M 15 ist nicht diese Veranstaltung, sondern der Lektürekurs „Einführung in Psychologie und Pädagogik“ (Dr. Dr. Wagener) einschlägig! | ||
| Besondere Hinweise | Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Studierende in den Aufbaustudiengängen Pastoralpsychologie und Religionspädagogik, ist darüber hinaus aber auch für andere Interessierte offen. | ||
| 78 Supervision als diakonischer Prozess Kießling |
Ü A 2st Termin und Ort in Absprache mit den Teilnehmenden |
| Supervision bezeichnet ein Arbeitsverfahren, das der Reflexion professioneller Beziehungen von Menschen sowie der Erweiterung berufspraktischer Kompetenzen dient. Supervision lässt sich als ein Lernprozess beschreiben, der Arbeitsbeziehungen in unterschiedlichen Professionen nachdenkt und sich seinerseits in Beziehungen vollzieht. Dieser Prozess geht von der Problematik und dem spezifischen Anliegen aus, das eine Supervisandin, ein Supervisand schriftlich oder mündlich einbringt, möglicherweise mittels Audio- oder Videoaufnahme eines Gesprächsausschnitts, der beispielsweise typische Schwierigkeiten dokumentiert, mit denen eine in Ausbildung befindliche Beraterin im Umgang mit ihrer Klientel kämpft. Daneben tauchen zahlreiche andere Themen auf, etwa der Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Rollenkonflikte, Überforderung und Ausbrennen, personbezogene ebenso wie strukturelle Probleme am Arbeitsplatz. Dabei erheben sich folgende Fragen: Wann und wo entspinnt sich die Geschichte der Supervision? Wie stellen sich wissenschaftliche Konzepte von Supervision heute dar? In welcher Weise zeigen sich solche Konzepte als zukunftsträchtig, als theologieträchtig? Supervision als diakonischer Prozess? Zu den Teilnahmebedingungen gehören (1) das Interesse an Supervision in Praxis und Theorie, (2) die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen in Einzel- oder Gruppensupervision einzubringen sowie sich auf Themen anderer Supervisandinnen und Supervisanden einzulassen, (3) die Chance, diese Prozesse wissenschaftlich zu dokumentieren und sowohl pädagogisch, psychologisch und soziologisch als auch theologisch zu reflektieren, sowie (4) die Teilnahme an der gesamten Übung. Diese Übung richtet sich an diejenigen, die im Laufe ihres Aufbaustudiums ein Praktikum absolvieren. Eine persönliche – schriftliche oder mündliche – Anmeldung ist bis spätestens 28. April 2014 erforderlich; dies gilt jedoch nur für diejenigen, die nicht schon bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben. Termine: Die Festlegung der Termine wird in Absprache mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erfolgen. |
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| Literatur | Aach, Jürgen, Das Spezifikum pastoraler beziehungsweise pastoralpsychologischer Supervision. Zusammenschau und kritische Würdigung von drei Entwürfen, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 11 (2009) 3 – 29. Jetzschke, Meinfried, Supervision – Schule – Religion. Religionslehrerinnen und Religionslehrer wirkungsvoll unterstützen, Neukirchen-Vluyn 2006. Kießling, Klaus, Supervision als Lernprozess unter offenem Himmel, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 5 (2005) 69 – 112. Klessmann, Michael & Lammer, Kerstin (Hrsg.), Das Kreuz mit dem Beruf. Supervision in Kirche und Diakonie, Neukirchen-Vluyn 2007. Rost, Ulrich, Supervision und Meditation, in: Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte 9 (2008) 67 – 114. Themenheft Personzentriertes Coaching, in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 45 (2014) Heft 1. |
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| Leistungsnachweis | Postgraduales Studium: Ein qualifizierter Leistungsnachweis für Pastoralpsychologie und Spiritualität kann erworben werden – zwar nicht im Rahmen der Übung als solcher, jedoch auf der Basis einer zu vereinbarenden schriftlichen Arbeit. | ||
| 79 Autogenes Training Hausner-Wienhold |
Ü G 2st Beginn: Do., 08.05.2014, 17.00 |
| Das Autogene Training ist ein didaktische klar gegliedertes Verfahren zur konzentrativen Selbstentspannung. Eingeübt wird die Grundstufe in sechs Formeln. Das Lernziel ist eine psychovegetative Umschaltung und Beeinflussung des vegetativen Nervensystems um zu einer Versenkungsruhe ( Hesychia) zu finden. Voraussetzung für das Erlernen ist die Bereitschaft zur täglichen Übung. Die erlernte Anwendung ermöglicht ein verbessertes Selbstmanagement in Stresssituationen sowie Schlafverhalten, dient zur Angstbewältigung und zur vegetativen Harmonisierung i. S. von Ausgeglichenheit. - Im Rahmen der Übung wird auf religionsgeschichtliche Hintergründe eingegangen. Wir üben das Herzensgebet zusammen mit dem Autogenen Training ein. - Kontraindikationen für das Erlernen des Aut. Tr. sind akute schwere psychische Erkrankungen und eventuell Herz-Kreislauf-Erkrankung (bitte Rücksprache). | |||
| Literatur | SCHULTZ, I.H.: Das autogene Training, Thieme Verlag 1991 LANGE, Dietrich: Autogenes Training. GU Verlag 2005 SCHNEIDER, Michael: Das Herzensgebet - eine Hinführung zur Theologie und Praxis des Jeusugebetes Edition Cardo Bd CXI 2005 |
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| Leistungsnachweis | |||
| Besondere Hinweise | Termin: donnerstags um 17.00 Uhr Meditationsraum. Erster Termin am 8.Mai 2014. Info/Anfragen an: hausner-wienhold@update-seele.de ! Diese Veranstaltung wird im Sommer 2014 zum letzten Mal angeboten. |
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| Homiletik | 80 Homiletische Übungen mit Predigten in Gemeindegottesdiensten (Homiletik II) → Anmeldung bitte bis 28.04.2014 per E-Mail an scholz.stefanscholz@web.de Hoyer / Scholz |
Ü M22 2st - 3 LP Do 14.30 - 16.00 |
| Ziel der Übung ist die Ausarbeitung einer Predigt für eine Hl. Messe sonntags im Dom St. Bartholomäus. Nach einer kurzen theologischen Grundlegung der Homiletik und der Skizzierung einiger Koordinaten aus der homiletischen Praxis stellt jeder Übungsteilnehmer seine Predigt in der Runde vor. Sie wird nach Form und Inhalt besprochen. In einem zweiten Duchgang haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre ggf. modifizierte Predigt noch einmal zur Diskussion zu stellen. Den Abschluß bildet das Predigen in einer Messe sonntags im Dom. | |||
| Literatur | Nicol, Martin/ Heeg, Alexander, Im Wechselschritt zur Kanzel, Pracisbuch Dramaturgische Homiletik, Göttingen 2005 Zerfaß, Rolf; Grundkurs Predigt, Bd. 2 Textpredigt, Düsseldorf 1992 |
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| Leistungsnachweis | Angaben folgen demnächst. | ||
| Liturgiewissenschaft | 83 Grundlegung Schneider |
V G M4 1st - 1.5 LP Do 08.45 - 10.20 (ab dem 26.06.2014) |
| Es werden in der Vorlesung die Grundfragen einer Theologie der Liturgie vorgestellt und beantwortet. Es wird ein Skriptum als Hilfe zur Vertiefung der Fragestellung angeboten. | |||
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Magisterstudium: M4 (Grundlegung der Liturgiewissenschaft), Leistungsnachweis durch Klausur | ||
| 85 Kirchenbau und Kirchenkunst der Moderne im Bistum Limburg Übungen vor Ort → Anmeldung bitte bis 30.04.2014 per E-Mail an g.hefele@bistumlimburg.de Hefele |
Ü G M23 P11 2st - 3 LP Vorbesprechung: Mi 07.05.2014, 14.30 - 16.00 Weitere Termine nach Vereinbarung (3 Blocktage) ____________________ Vereinbarte Termine: Fr 11. Juli 2014, Exkursion Limburg Sa 12. Juli 2014, Exkursion FFM Mo 14. Juli 2014, Exkursion in und um Wiesbaden Die ausgegebenen Themen der Kurzreferate bleiben bestehen. Näheres zur Organisation und zum Ablauf der Exkursionen kann aus terminlichen Gründen erst in der 26. KW mitgeteilt werden. |
| Die Übung will anhand ausgewählter Beispiele vor Ort einen Einstieg und Überblick zum modernen und zeitgenössigen Kirchenbau grundsätzlich und speziell im Bistum Limburg vermitteln. Gerade Frankfurt eignet sich hierfür ganz besonders, da im 20. und 21. Jh. in dieser Stadt wichtige Sakralbauten bedeutender Architekten entstanden. Die Charakteristik der Bauwerke könnte dabei kaum kontrastreicher sein. Zwei ganztätige Exkursionen in den Rheingau und nach Limburg erweitern den Blick auf dieses Thema. Fragen, die den Bezug zur Liturgie verdeutlichen, wird in dieser Übung stets besonderes Schwergewicht eingeräumt werden. | |||
| Literatur | Rudolf Arthur Zichner: Die neue Baukunst seit Kriegsende dargestellt an den Kirchenbauten der Diözese Limburg, Küssnacht am Rigi u.a. 1931 Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.): Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen, Liturgie Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 1988 ff. Barbara Kahle: Deutsche Kirchenbaukunst des 20. Jh., Darmstadt 1999 Wolfgang Jean Stock: Architekturführer Christliche Sakralbauten in Europa seit 1950, München u.a. 2004 Karin Berkemann: Nachkriegskirchen in Frankfurt am Main (1945 bis 1976), Stuttgart 2013 |
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| Leistungsnachweis | Diplomstudium Theologie: Durch ein Kurzrefrat vor Ort kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer Veranstaltung in Kunstgeschichte (nach § 20, 2e der Diplomprüfungsordnung) erworben werden. Magisterstudium Theologie: M23, durch ein Kurzrefrat vor Ort kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer Übung in Christlicher Kunst erworben werden. Bachelorstudium Philosophie: P11, durch ein Kurzrefrat vor Ort kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer Übung in Christlicher Kunst erworben werden. |
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| Kirchenrecht | 87 Kirchliches Vermögensrecht Rhode |
HS M15 M23 2st - 4 LP Mo 14.30 - 16.00 |
| Das Hauptseminar behandelt die wichtigsten Themen des kirchlichen Vermögensrechts und gibt so Einblick in eine Materie, die im normalen Theologiestudium kaum behandelt wird. Mögliche Themen sind: - Die Rechtsquellen des Vermögensrechts - Die Verwaltung des Kirchenvermögens und die Aufsicht über die Verwaltung - Rechtsgeschäfte über Kirchenvermögen, insbesondere die Veräußerung von Kirchenvermögen - Die Durchsetzung des kirchlichen Vermögensrechts im staatlichen Rechtsbereich - Das Vermögen des Heiligen Stuhls und des Vatikanstaats; die "Vatikanbank" (IOR) - Das Vermögen des Bistums und des Bischöflichen Stuhls - Das Vermögen der Pfarrei bzw. Kirchengemeinde - Das Vermögen der Ordensgemeinschaften und ihrer Mitglieder - Das Vermögen der kirchlichen Vereine - Kirchliche Stiftungen - Ausgründungen in staatlicher Rechtsform |
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| Literatur | Pree, Helmuth und Primetshofer, Bruno, Das kirchliche Vermögen, seine Verwaltung und Vertretung: eine Handreichung für die Praxis, Wien, 2. Aufl. 2010 Aymans/Mörsdorf/Müller, Kanonisches Recht, Bd. IV, Schöningh 2013, S. 2-77. Heimerl, Hans und Pree, Helmuth, Handbuch des Vermögensrechts der katholischen Kirche unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsverhältnisse in Bayern und Österreich, Regensburg 1993 |
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| Leistungsnachweis | Das Seminar ist primär für Studierende im Magisterstudiengang gedacht. Der Leistungsnachweis über das Hauptseminar kann auch für ein Lizentiats- oder Doktoratsstudium verwendet werden. Der Leistungsnachweis (Hauptseminar Praktische Theologie) wird erworben durch aktive Teilnahme, Vortragen eines Referats und Abfassen einer Seminararbeit (10 bis 15 Seiten) über das Thema des Referats. |
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| 88 Einführung in das Kirchenrecht Rhode |
Ü G M4 1st - 1.5 LP Do 08.45 - 10.20 (bis zum 12.06.2014) |
| Die Vorlesung gibt eine allgemeine Einführung in das Kirchenrecht. Dabei geht es vor allem um die folgenden Themen: Geltungsanspruch und Verpflichtungskraft des Kirchenrechts, seine Beziehung zur Moral, seine theologische Begründung, seine Geschichte, die Quellen des geltenden Rechts, Kirchenrecht in anderen christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften. | |||
| Literatur | Codex Iuris Canonici, lat.-dt. Ausgabe; Aymans/Mörsdorf, Kanonisches Recht, Bd. I, Paderborn, 13. Aufl. 1991. Es gibt ein Skriptum zur Vorlesung (bisheriger Stand: Mai 2013). | ||
| Leistungsnachweis | Diplomstudium: Teil des FA Kirchenrecht (Stoffgebiet: Grundlegung) oder sbL, zusammen mit einer anderen 1stündigen Vorlesung. (Der Leistungsnachweis durch Hausaufgaben ist für Studierende im Diplomstudium nicht möglich; sie haben aber die Möglichkeit, sich freiwillig an den Hausaufgaben zu beteiligen.) Magisterstudium: M4 (Einführung in das Kirchenrecht), Leistungsnachweis durch erfolgreiche Teilnahme an der Lehrveranstaltung und vier schriftliche Hausaufgaben. |
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| Humanwissenschaften | 90 Einführung in Psychologie und Pädagogik → Anmeldung bitte bis 22.04.2013 per E-Mail an wagener@sankt-georgen.de Wagener |
L G M15 2st - 3 LP Di 14.30 - 16.00 |
| In pädagogisch und psychologisch relevanten Fragen gibt es in der Regel nicht eine einzige anerkannte Position, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher, oft sogar auch entgegengesetzter Ansichten, die alle mit mehr oder weniger guten Gründen vorgetragen werden. Es genügt also nicht, sich einfach einer Ansicht anzuschließen. Vielmehr kommt es darauf an, die unterschiedlichen Vorstellungen zu prüfen und durch Abwägen der Argumente zu einem eigenen Urteil zu gelangen. Dazu werden wir nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Pädagogik uns auch mit den (geisteswissenschaftlichen, kritisch-rationalen und konstruktivistischen) Richtungen der Erziehungswissenschaft beschäftigen. Wir werden die Methoden der Erziehungswissenschaft (klassische Hermeneutik, empirische Methode, methodischer Ansatz der Kritischen Erziehungswissenschaft) kennenlernen. Schließlich stellt sich die Frage, ob und warum der Mensch auf (religiöse) Erziehung angewiesen ist? Im Anschluss daran wenden wir uns der Allgemeinen Psychologie zu, wie sie Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen und Denken, Emotionen und Motivationen sowie Sprechen verstehen. Unabdingbar ist die Beschäftigung mit der Entwicklungspsychologie (anhand von Piaget und Erikson), der Persönlichkeits-, Sozial- und Religionspsychologie. |
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| Literatur | H. Gudjons, Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn 2008. S. Heine, Grundlagen der Religionspsychologie, Göttingen 2005. K. Kießling, „Nützlich und notwendig“. Psychologisches Grundwissen in Theologie und Praxis, Freiburg Schweiz 2002. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium Theologie (M15): Durch Vorbereitung und Präsentation eines Themas kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lektürekurs in Humanwissenschaften (Pädagogik und Psychologie) erworben werden. Bachelorstudium Philosophie (P11): Durch Vorbereitung und Präsentation eines Themas kann ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lektürekurs in Pädagogik und Psychologie erworben werden. |
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| Griechisch | 36 Griechische Lektüre Hühne / Wucherpfennig |
SK / L G 1st Mo 14.30 - 16.00 |
| "Mich drängt's den Grundtext aufzuschlagen, mit redlichem Gefühl einmal das heilige Original in mein geliebtes Deutsch zu übertragen" (Faust bei Goethe) Grundlage der Griechichlektüre in diesem Semester sind ausgewählte Texte aus den synoptischen Evangelien (Lukas, Markus und Matthäus). Die griechische Lektüre ist als Ergänzung zu der Vorlesung "Vom Messias erzählen" gedacht und soll mit dem Zugang zu dem griechischen Wortlaut der in der Vorlesung behandelten Texte ein Gefühl für die unterschiedliche Sprache der Synoptiker entwickeln helfen: Lukas 24,13-35; Markus 1-2; Matthäus 16,13-17,20; Matthäus 1-2. | |||
| Literatur | Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 27. oder 28. Auflage. | ||
| Leistungsnachweis | Durch regelmäßige Teilnahme kann ein entsprechender Nachweis erworben werden. | ||
| 100 Griechisch Ia Hühne |
SK G 3st Do 13.30 - 15.00 Fr 10.35 - 11.20 |
| Ziel des auf 2 oder wahlweise 3 Semester angelegten Sprachkurses ist das Erlernen des neutestamentlichen Griechisch bzw. des Griechisch der Heiligen Schrift und ihrer Umwelt (Koiné). Teil 1a dient ausschließlich dem Spracherwerb, d.h. es werden, dem unten genannten Lehrbuch weitgehend folgend, anhand von zunehmend originalgetreuen Einzelsätzen grundlegende grammatische Phänomene behandelt, um möglichst schnell den neutestamentlichen Sprachgebrauch kennen zu lernen. | |||
| Literatur | Folgendes Lehrbuch wird von Beginn an benutzt: Hellenisti – Grundkurs der hellenistisch-griechischen Bibelsprache, hrsg. v. Joseph Lindauer, Rudolf und Michael Hotz, St. Otilien: EOS Verlag, 2005 (ISBN 978-3-8306-7231-9). Weiterführende Literaturangaben (z. Grammatik, Vokabular, Wörterbuch u.a.) werden in der Veranstaltung genannt; das griechische NT (Nestle- Aland) wird erst in Griechisch II verstärkt herangezogen. |
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| Leistungsnachweis | |||
| Besondere Hinweise | Es wird dringend empfohlen, sich vor Beginn des Sprachkurses mit dem Schreiben und Lesen der griechischen Buchstaben (anhand des Lehrbuches o. Ä.) vertraut zu machen, damit sofort die Aussprache behandelt werden kann. | ||
| 101 Griechisch II Hühne |
SK G 5st Mo 13.30 - 14.15 Do 10.25 - 12.10 Fr 08.45 - 10.20 |
| Ziel des Sprachkurses Griechisch II ist es, die Unterrichtsthemen (bes. den Aorist und die Partizipien) der Spracherwerbsphase abzuschließen und erste Lektürekenntnisse zu erwerben, um mit Abschluss des Sommersemesters den u.g. Leistungsnachweis über neutestamentliche Griechischkenntnisse (Bibelgraecum) zu erhalten. Die Übungsintensität und -methodik soll durch zusätzliche Grammatik- und Übungsmaterialien (z. Formenlehre des Verbums u. Syntax) verstärkt und die Lesefähigkeit durch alt-, neu- und außertestamentarische Textpartien und Probeklausuren erhöht werden. |
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| Literatur | Zum Lehrbuch siehe Griechisch 1a. Außerdem wird ziemlich von Beginn an benutzt: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, Stuttgart: Dt. Bibelges., 1993, 27. Aufl. od. 28. rev. Aufl., ebend. 2012, sowie ein zur Klausur zugelassenes Wörterbuch (Gemoll/Menge/Benseler). |
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| Leistungsnachweis | Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Griechisch (nach § 6, 1 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden. | ||
| Latein | 102 Latein II Hühne |
SK G 4st Mo 08.45 - 10.20 Do 08.45 - 10.20 |
| Ziel des auf zwei Semester angelegten Sprachkurses ist die schnelle systematisch-stringente Erarbeitung der für die Lektüre des klassischen und nachklassischen Lateins wichtigen sprachlichen Phänomene. In diesem zweiten Teil geht es um die gezielte Einübung komplexer Strukturen der lateinischen Syntax (best. Konstruktionen, Modi, Haupt-/Nebensatzeinteilung u.a.) durch zusammenhängende Texte unterschiedlicher Sorte; dafür ist eines der u.g. Wörterbücher notwendig. Ferner werden mit Blick auf die abschließende Prüfung 1-2 Probeklausuren geschrieben. | |||
| Literatur | Folgendes Lehrbuch mit Zusatzmaterialien wird von Beginn an benutzt: Cursus Brevis – Texte und Übungen, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5305-0). Cursus Brevis – Systematische Begleitgrammatik, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2000 (ISBN: 978-3-7661-5306-7). Cursus Brevis – Arbeitsheft, hrsg. v. Gerhard Fink u. Friedrich Maier, Bamberg: Buchner, 2001 (ISBN: 978-3-7661-5307-4). Wörterbücher von Pons, Langenscheidt oder der „Stowasser“. |
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| Leistungsnachweis | Magisterstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Theologiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 6, 2 der Magisterprüfungsordnung) erworben werden. Bachelorstudium: Durch schriftliche und mündliche Prüfung kann ein Nachweis über die für das Philosophiestudium erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein (nach § 5, 3 der Bachelorprüfungsordnung) erworben werden. |
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| Besondere Hinweise | Die Teilnahme an Latein Lektüre wird dringend empfohlen, um zusätzliche Übersetzungspraxis zu erhalten. | ||
| 103 Latein Lektüre Hühne |
SK G 2st Fr 11.25 - 12.55 |
| Im Mittelpunkt der Lektüre steht zunächst noch Ciceros staatphilosophisches Werk "De re publica", bes. die Mischverfassung (I, 69) und der Hinweis auf die Geschichte Roms (I, 70f.), z. T. im Vergleich mit anderen Entwürfen bei Platon, Aristoteles, Polybios u.a.; es handelt sich um eine Fortsetzung der im letzten Semester begonnenen Lektüre, wobei es auch für Neueinsteiger möglich ist, mit Hilfe der kommentierten Textvorlagen zu folgen bzw. mitzuarbeiten. Das Thema Staatsphilosophie ließe sich fortsetzen mit ähnlichen Entwürfen u.a. in Thomas Morus' Utopia oder Thomas Hobbes' Leviathan; alternativ bieten sich prägnante Textstellen zur Religionsphilosophie an, die der Frage "Was ist Religion?" bei Cicero (De natura deorum) u.a. nachgehen. |
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| Literatur | Die zuletzt ausgeteilte Textvorlage (m. sprachlichen Hilfen) ist beim Dozenten auf Anfrage erhältlich; sie beinhaltet Cicero, De re publica I, 69ff. ("Mischverfassung, Vgl. m. röm. Geschichte"). Weitere Textvorlagen werden in den einzelnen Sitzungen ausgeteilt. |
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| Leistungsnachweis | Teilnahmebestätigung. | ||
| Hebräisch | 104 Einführung in die hebräische Sprache Kremer |
SK G 2st Mi 14.30 - 16.00 |
| Dieser Einführungskurs vermittelt Kenntnisse der hebräischen Schrift und Grundlegendes zur Struktur der hebräischen Sprache. Das Ziel besteht darin, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verwendung wissenschaftlicher Kommentare zum Alten Testament zu befähigen. Voraussetzungen für die Bestätigung einer erfolgreichen Teilnahme sind die regelmäßige Anwesenheit und das Bestehen eines kleineren Tests in der letzten Sitzung. | |||
| Literatur | Für den Kurs werden eigene Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt. | ||
| Leistungsnachweis | Teilnahmeschein „Einführung in die hebräische Sprache“ | ||
| 105 Hebräisch II Kremer |
SK G 3st Mi 13.30 - 14.15 Do 14.30 - 16.00 |
| Dieser Sprachkurs führt den Kurs Hebräisch I des Wintersemesters fort, und zwar beginnend mit Lektion 15 des Lehrbuchs von NEEF. Neben dem Studium der Grammatik, insbesondere der unregelmäßigen Verben, werden nun auch größere Lektürestücke alttestamentlicher Texte erarbeitet – insbesondere diejenigen, die auch Gegenstand der mündlichen Prüfung sein werden. Entweder am Ende des Sommersemesters oder zu Beginn des Wintersemesters kann damit das Hebraicum erworben werden. | |||
| Literatur | • NEEF, Heinz-Dieter: Arbeitsbuch Hebräisch (UTB 2429), 3., 4. oder 5. Auflage. Für Hebräisch II benötigen Sie ein eigenes hebräisches Wörterbuch: • PONS Kompaktwörterbuch Althebräisch, ed. F. Matheus, Stuttgart 2006. • oder: GESENIUS, Wilhelm: Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament, 17. Auflage, Berlin 1915 (zahlreiche Nachdrucke). |
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| Leistungsnachweis | Sprachprüfung Hebraicum | ||
| Aramäisch | 106 Aramäisch (Targumim) Böhler |
SK G 1st nach Vereinbarung |
| Nachdem im WS 2013/14 die aramäische Sprache erlernt worden ist und die im AT enthaltenen aramäischen Partien gelesen worden sind, werden im Sommersemester Targumim gelesen. | |||
| Literatur | Wird ausgegeben. | ||
| Leistungsnachweis | Teilnehmeschein | ||
| Syrisch | 116 Klassisches Syrisch Kremer |
SK G Do 16.15 - 17.45 Beginn: 15.05.2014 |
| Jenen ostaramäischen Dialekt, der ursprünglich in der Gegend von Edessa beheimatet gewesen ist und sich im Wesentlichen seit dem 2. Jh. n. Chr. als Literatursprache etabliert hat, bezeichnen wir als „klassisches Syrisch“. Syrisch wurde zum Band, das alle christlichen Aramäer des Ostens vereinigte. Dank des missionarischen Eifers der „Kirche des Ostens“ gelangte die Sprache bis nach Indien und entlang der Seidenstraße sogar bis ins Reich der Mitte. Die christologischen Streitigkeiten des 5. Jh. führten zu einer Sprachspaltung des Syrischen, das sich fortan in einem ostsyrischen und einem westsyrischen Zweig weiter entwickelte. Noch heute wird das Syrische in vielen Kirchen als Liturgiesprache verwendet. Sowohl dem Exegeten, der sich mit der syrischen Bibelübersetzung (Peschitta u. a.) befasst, als auch allen, die die Theologie und Kirchengeschichte des Christlichen Orients begeistert, und allen Freunden orientalischer Liturgien eröffnet die Kenntnis des Syrischen neue Dimensionen und ein reiches, teilweise noch gänzlich unbeackertes Feld für eigene wissenschaftliche Forschungen. Der Sprachkurs soll eine Einführung ins klassische Syrisch bieten. Vorkenntnisse in einer anderen semitischen Sprache sind erwünscht. Es wird primär mit dem Lehrbuch von Healey, Leshono Suryoyo, gearbeitet. |
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| Literatur | HEALEY, John F.: Leshono Suryoyo. First Studies in Syriac (Gorgias Handbooks; 2), Piscataway 2005. UNGNAD, Arthur: Syrische Grammatik mit Übungsbuch, München 21932 (= Nachdruck Hildesheim 2004). PAYNE SMITH, Jessie: A Compendious Syriac Dictionary, founded upon the Thesaurus Syriacus of R. Payne Smith, Oxford 1902 (zahlreiche Nachdrucke). |
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| Leistungsnachweis | |||
| Arabisch | 107 Grundkurs Arabisch I → Anmeldung bitte per E-Mail an armin@eschraghi.de Eschraghi |
SK G 2st nach Vereinbarung |
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Angaben folgen demnächst. | ||
| Besondere Hinweise | . | ||
| Sanskrit | 108 Sanskrit VII Hühne |
SK G 2st Mo 10.35 - 12.10 |
| Zur Erweiterung der grammatischen Kenntnisse wird die bekannte Anfängerlektüre "Nala und Damayanti" aus dem 3. Buch des Epos "Mahabharata" betrieben und mit Hilfe der genannten Literatur bzw. durch Auszüge aus anderen Lehrwerken vertieft. Mit dieser Methode lassen sich, neben dem Hauptziel des Spracherwerbs, auch zahlreiche Aspekte der altindischen Lebenswelt an Originalquellen erschließen. | |||
| Literatur | Grundlage des Unterrichts ist weiterhin: Eberhard Guhe, Einführung in das klassische Sanskrit - Ein Lehrbuch mit Übungen, Wiesbaden: Harrassowitz, 2008 (978-3-447-05807-0), wobei eine kommentierte Textvorlage sowie ergänzendes Material jeweils während der Sitzungen zur Verfügung gestellt wird. | ||
| Leistungsnachweis | Teilnahmebestätigung. | ||
| Italienisch | 109 Italiensich für Anfänger → Anmeldung bitte per E-Mail an 130768@libero.it Burger |
SK G 2st nach Vereinbarung |
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Angaben folgen demnächst. | ||
| Besondere Hinweise | . | ||
| 110 Italienisch für Fortgeschrittene → Anmeldung bitte per E-Mail an 130768@libero.it Burger |
SK G 2st nach Vereinbarung |
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Angaben folgen demnächst. | ||
| Besondere Hinweise | . | ||
| Spanisch | 111 Spanisch für Anfänger → Anmeldung bitte per E-Mail an cristinamendizabal@hotmail.com Mendizábal |
SK G 2st Vorbesprechung: Di 29.04.2014, 16.00 |
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Angaben folgen demnächst. | ||
| Besondere Hinweise | . | ||
| 112 Spanisch für Fortgeschrittene → Anmeldung bitte per E-Mail an cristinamendizabal@hotmail.com Mendizábal |
SK G 2st Vorbesprechung: Di 29.04.2014, 16.00 |
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | Angaben folgen demnächst. | ||
| Besondere Hinweise | . | ||
| Französisch | 113 Französisch Grundkurs → Anmeldung bitte per E-Mail an janine.collins@t-online.de Bruchet Collins |
SK G 2st nach Vereinbarung |
| Literatur | Perspectives A1 (Neue Ausgabe), Cornelsen Verlag ab Lektion 5 |
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| Leistungsnachweis | |||
| 114 Französisch-Aufbaukurs → Anmeldung bitte per E-Mail an janine.collins@t-online.de Bruchet Collins |
SK G 2st nach Vereinbarung |
| Objectifs du cours : Pour rafraîchir votre français et vous entraîner à prendre la parole à partir de textes choisis dans la presse ou la littérature. | |||
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | |||
| Deutsch | 115 Vertiefung der Deutschkenntnisse für das Studium der Theologie und Philosophie → Anmeldung bitte per E-Mail an muth@sankt-georgen.de Hopf |
SK G 2st Mi 18.30 - 20.00 |
| Studienspezifische Inhalte wie z.B. das Lesen und Verfassen von wissenschaftlichen Texten oder die Präsentation von Seminararbeiten. Die genauen Inhalte werden zu Beginn des Kurses zwischen den Teilnehmenden und dem Dozenten abgesprochen. | |||
| Literatur | |||
| Leistungsnachweis | |||
